… der seltsame Schmerz, der mich in Milenas Schwangerschaft über Monate hinweg begleitete.

Ich schätze, es ging damals so in der neunundzwanzigsten Woche los und dauerte ohne Unterbrechung bis zur Geburt an – und dann vergaß ich ihn. Komplett, sofort und ohne zu zögern.

Bis vorgestern, da meldete er sich nämlich wieder. Dieses mal also schon in der dreiundzwanzigsten Woche, dafür aber nicht minder stark und scheinbar auch diesmal ununterbrochen. Was genau das ist, konnte mir schon damals niemand sagen. Es fühlt sich an wie unglaublich starker Muskelkater in den Oberschenkeln bis fast hinauf zum Bauchnabel und erschwert alles, was mit Bücken und Beugen zu tun hat, ungemein. Eine Idee dazu hatte wirklich niemand, nichtmal meine Hebamme. Ich vermute, es ist einfach die Art meines Körpers, mit der zusätzlichen Belastung umzugehen. Es erstaunt mich jetzt aber wirklich sehr, wie plötzlich ich das damals vergessen konnte… aber mit kleinem Baby auf dem Arm hat man ja genug mit Staunen, Bewundern und Herzen zu tun, um sich auch noch an all die Schwangerschaftswehwehchen zu erinnern.

Es gibt aber auch etwas unheimlich Positives zu berichten: Seit fast vier Wochen nun keine unerklärlichen Blutungen mehr!

Ansonsten ist alles beim Alten, bis auf die Tatsache, dass ich schnaufe wie ein Nilpferd, wenn ich Milena mehr als zwanzig Meter – oder gar ein paar Stufen hoch – getragen habe. Wo soll das noch hinführen?