Da flattert mir meine Gehaltsabrechnung für November ins Haus und es sind gute tausend Euro weniger als erwartet. Das kann ja nur ein Fehler sein. Ich habe gleich auf der Arbeit angerufen und dort die Telefonnummer meiner Ansprechpartnerin bekommen. Diese jedoch, wie ich von deren sächselndem Vertreter erfahren durfte, weilt gerade im Urlaub und das Computerprogramm würde auch frühestens in zwei Wochen wieder funktionieren, weshalb er de facto nicht arbeiten könne und nur herumsäße. Nein, helfen könne er mir auch nicht, am besten riefe ich in zwei Wochen erneut an. Na, so dringend wird das ja wohl nicht sein, immerhin stünden doch ein paar hundert Euro auf der Gehaltsabrechnung drauf. Und nein, er wisse nicht, wann er mal dazu komme, bei meiner Ansprechpartnerin im Büro nach Akten zu suchen, denn er habe überhaupt keine Zeit. (Hatte er nicht kurz zuvor gesagt, er könne nicht arbeiten und säße nur herum?)

Es gibt ja viele tolle, engagierte Beamte. Finde ich wirklich. Aber manchmal gerät man an ein Exemplar, welches einem wirklich die Haare zu Berge stehen lässt. Und ich frage mich nun: Soll ich da morgen wieder anrufen und ihm auf die Nerven gehen oder versuchen wir einfach, das irgendwie zu überbrücken, bis seine Kollegin wieder da ist?

Renate und Doro, das ist eine Hebamme, die im Geburtshaus gerade in der Einarbeitungsphase ist und deshalb überall hin mitkommt (und vermutlich auch zur Geburt unseres Sohnes dabei sein wird) sind für ersteres, aber ich muss mal schauen, ob meine Nerven das mitmachen wollen.

Die beiden Hebammen waren nämlich eben hier, um im Keller nach verschollenen Regalen und Kartons zu suchen, die im Geburtshaus gerade dringend benötigt werden. Wir lagern nämlich einen ganzen LKW an Möbeln und Kram hier bei uns ein, der im neuen Gebäude noch nicht gebraucht wird. Und beim anschließenden Kaffeetrinken hatte ich wieder eine Vorwehe – oder eben extrem starke Kindsbewegungen, ich kann es ja nie so recht unterscheiden. Der Bauch wird steinhart, aber eben nicht woüberall, so dass es auch durchaus sein könnte, dass das Harte einfach der Rücken unseres Sohnes ist. Doro saß aber neben mir und fühlte mal mit, und so weiß ich nun, dass es tatsächlich Vorwehen sind. Die müssen nämlich nicht die ganze Gebärmutter betreffen sondern können sich auch einmal quer darüber hinweg ziehen. Und unser Sohn scheint mit seinen Bewegungen darauf zu reagieren. Insgesamt also alles in bester Ordnung!

Der kleinen Wachtel geht es auch wieder besser – es ist wirklich unheimlich, wie schnell Kinderkrankheiten kommen und wie plötzlich sie dann auch wieder verschwinden. Schon gestern mittag turnte sie wieder munter durch die Gegend – es waren also vermutlich keine Ringelröteln sondern nur ein Infekt.

Eben habe ich das frischgewaschene Nestchen und den Himmel an unserem Stubenwagen befestigt (der ist richtig schön und alt – René lag als Baby bereits darin!) und jetzt ist wirklich und wahrhaftig alles vorbereitet, alles fertig.

Sonst gibt es nichts zu berichten, und ich frage mich, ob es eine gute Idee war, ab nun erstmal jeden Tag bloggen zu wollen. Passiert ja irgendwie nichts Interessantes hier.🙂