Wir sind immer die, die es nicht schaffen, sich an Silvester mit Freunden zu verabreden. Silvester kommt halt immer so plötzlich, und wenn wir vorsichtig anfragen, haben alle immer schon etwas vor.

Ist aber gar nicht schlimm – die letzten beiden Jahre habe ich sowieso nicht bis Mitternacht durchgehalten.

Heute war es dann doch noch schön, besonders. Meine Mutter brachte uns Neujahrskranz, den wir am Nachmittag schon aßen, denn im Kühlschrank wartet bereits ein weiterer für morgen auf uns. Meine Schwester und ihr Freund kamen vorbei, wir saßen zu siebt am Tisch, tranken Wein und Sekt (hat Vorteile, wenn man nicht mehr stillt), erzählten und lachten. Für meine Schwester und mich war das Schönste dieses Jahr, dass das Spünkchen zur Welt kam, für den Liebsten, dass der FC abgestiegen ist, haha.

Früher am Tag, als es eben dunkel wurde, brannten wir im Garten drei riesige Wunderkerzen ab, eine für jedes Kind.

Und noch früher am Tag fand ich mein altes Tagebuch und blätterte. Januar und Februar 2008. Dieses Jahr, 2012,  hatte auch seine schlechten Seiten, aber um wieviel besser ist es als das vor vier Jahren!

Nun sind alle Kinder im Bett. Der Mann und ich werden Rotwein trinken, Oliven essen und vermutlich vor Mitternacht abknicken. Gibt Schlimmeres.

Guten Rutsch!