Ja, ich habe wirklich jede freie Minute in neue Anleitungen gesteckt, beziehungsweise in all die Arbeit drumherum, die man nicht direkt so vor Augen hat, die aber trotzdem irgendjemand machen muss. In der Regel bin das ich, aber da ich es gerne mache, ist das halb so wild!

Trotzdem, es gibt zahlreiche Dinge, die im Zusammenhang damit getan werden wollen. Zum Beispiel, das habe ich ja schon ein paar Mal erwähnt, müssen gute Fotos her. Das war bislang für mich eigentlich immer das Schwierigste an der ganzen Sache, denn es ergeben sich wenig bis gar keine Gelegenheiten dafür. Da ich keine professionelle Ausrüstung habe, mussten die Bilder bislang immer bei Tageslicht gemacht werden, ich brauchte irgendjemanden, der bereit war, sich ablichten zu lassen und achja, wohin noch gleich mit den Kindern?! Und selbst wenn alle Schwierigkeiten elegant umschifft wurden, blieb noch immer der kleine Wermutstropfen: Eigentlich wollte ich selbst lieber Modell auf den Bildern als Fotograf sein, aber da (leider) ich diejenige mit dem Händchen fürs Ablichten bin, hat das nie geklappt.

Phew, lange Rede kurzer Sinn: Eine neue Idee musste her, und so habe ich mich ein wenig umgehört und tatsächlich einen Fotografen hier ganz in der Nähe gefunden, der mir gerne helfen wollte. Vor ein paar Tagen war ich dort, im Gepäck ein paar Tücher, ein paar Stulpen und ein Kleid zum wechseln, Puder und Wunder-Öl für die Haare (nicht lachen, das heißt wirklich so! Und es trägt den Namen völlig zu recht!) und nach einer guten Stunde schon waren wir fertig. Die folgenden Tage hieß es dann auf heißen Kohlen warten, denn natürlich war ich ungeduldig und neugierig, aber schließlich waren die Bilder fertig – und ich total begeistert. Genau so hatte ich sie mir vorgestellt und ich freue mich über meinen fotografischen Glücksgriff und darüber, dass in Zukunft das Fotografieren Kür und nicht mehr Pflicht sein wird.

So kann ich Euch heute also Aviendha zeigen und vielleicht die Lust darauf in der einen oder anderen von Euch wecken.🙂

Aviendha ist ein leicht asymmetrisches Dreieckstuch, komplett kraus rechts gestrickt. Das zweifarbige Muster bildet einen langen und langsamen Farbverlauf und ändert sich so von der Anschlagskante zur Spitze hin. Ich habe mir ein knalliges Orange und ein dunkles Grau selbst gefärbt, aber von meinen lieben Teststrickerinnen weiß ich, dass auch andere Farbkombinationen einfach unheimlich toll aussehen (hier könnt Ihr selbst nachsehen). Man kann sich richtig austoben und mir fallen spontan noch mindestens fünf weitere Varianten ein, die ich gerne in meiner Garderobe hätte.

Ihr braucht zum Nachstricken eine 3,5mm Rundstricknadel und Lacegarn – etwa 70g in der einen und 40g in der anderen Farbe. Außerdem müsst Ihr wissen, wie man rechte Maschen strickt und wie man Maschen zusammen strickt – und das war es auch schon. Kinderleicht und trotzdem effektvoll – genau so mag ich das.

 

Aviendha ist das erste aus einer kleinen Reihe von drei Tüchern, die ich alle hintereinander veröffentliche. Das nächste, Iszara, gibt es am 10. Dezember und das dritte, Assante, kurz nach Jahresbeginn. Es sind alles drei farbenfrohe, gestreifte Tücher und Ihr dürft gespannt sein.🙂

Ihr könnt die Anleitung entweder direkt über Ravelry erwerben (das geht ohne Ravelry Account auch über diesen Link) oder über meinen DaWanda Shop. Es gibt sie in deutscher und auch in englischer Sprache.

So, jetzt bleibt mir eigentlich nur noch, Euch viel Spaß beim Nachstricken zu wünschen! Ich bin total gespannt auf viele tolle unterschiedliche Farbkombinationen!🙂