Werde vom Spünkchen geweckt, das neben mir im Bett im Vierfüßlerstand auf und ab wippt. Sie tut ihre Freude darüber lautstark kund, daher dauert es auch nur wenige Minuten, ehe das Winterkind, Kuschelfant unterm Arm, hereintappst und mitturnen möchte.

Der Liebste und ich machen die Kinder fertig, duschen (nacheinander…), besprechen kurz den Tag. Dann bricht er zur Arbeit auf, ausnahmsweise mit der Bahn, da ich mit unserem Wagen einen Termin für den Reifenwechsel habe. Das Spünkchen ist genervt und das Winterkind außer sich, dass er nicht mit zur Arbeit darf. Beide weinen laut und in mir legt sich ein ganz fieser, hormoneller Schalter um und ich bin sofort gestresst.

Meinen Kaffee kann ich unter solchen Umständen nicht mehr trinken, also fange ich einfach an, uns drei fertig zu machen. Kurz drauf brechen wir auf. Ausflüge sind immer toll.

Im Auto schläft das Spünkchen nach kurzer Beschwerde ein. im Radio läuft ein Lied, das ich mag und das Winterkind ist fasziniert von der Autobahn. Obwohl das Navi kaputt ist und ich den Weg nicht genau kenne, finde ich die Werkstatt sofort.

Drinnen gibt es Knoppers, Gummibärchen und Apfelschorle für das Winterkind, für mich einen Kaffee. Herr Fox holt drei Stühle und wir richten uns vor der Hebebühne ein. Mein Sohn ist im Paradies. Meine Tochter schläft derweil zwei Meter über dem Erdboden weiter.

Eine halbe Stunde und neunzehn Euro, die ich liebend gerne für so einen tollen Service zahle, später sind wir wieder auf dem Rückweg. Im Radio läuft Melissa Etheridge mit Like the way I do und sehr zur Verwirrung meiner Kinder singe ich lauthals mit.

Im Edeka packe ich beide in einen Einkaufswagen und ernte dafür viele freundliche Blicke. Wir kaufen Fleischwurst, Appenzeller im Angebot, Cookies und ich entdecke diese kleinen, silbrig-bunten quadratischen Kaubonbons, die es früher beim Bäcker immer als Geschenk mit gab.

Auf dem Heimweg wacht das Spünkchen auf und ist not amused. Durch den Regen schleppe ich Maxi Cosi, Winterkind und Einkäufe (nacheinander…). Drinnen pfeffere ich die Fischstäbchen ins Tiefkühlfach, das Spünkchen ins Bett und das Winterkind vor die Legokiste.

Ein Blick auf die Uhr: Es ist zehn. Für heute haben wir unser Soll auf jeden Fall erfüllt!