Wenn ich so an die vergangenen drei Jahre zurückdenke, gibt es wohl kaum eine Transportmöglichkeit, mit der wir nicht unterwegs waren. Wir bedeutet in dem Fall: Ich und eine wechselnde Anzahl Kinder. Erst eines, dann zwei und nun sind es schon drei.

Nach der Geburt der kleinen Wachtel hatten wir kurzzeitig einen Kinderwagen, bevor wir selbigen flugs wieder verkauften, denn Fahrten waren ein Drama. So trug ich mein Baby über der Schulter und schob den leeren Kinderwagen. Ab dann waren wir ausschließlich mit Tragetuch unterwegs und später dann mit dem Ergo, bis sie elf Monate und ich selbst im dritten Monat schwanger war und es mir zu anstrengend wurde.

Meine Tochter zog um in den Buggy, durch den bereits drei Nachbarstöchter durch waren. Ein quietschiges, rappelndes Ding, was ich aber unheimlich lieb gewonnen habe.

Als das Winterkind zur Welt kam, wanderte es flugs ins Tragetuch und die Wachtel blieb im Buggy. So hatte ich es mir vorgestellt, aber es zeigte sich, dass das gar nicht gut klappte. Die Busfahrer fuhren, als sei der Teufel hinter ihnen her, der Buggy kippte um, blutende Lippe, kreischendes Kind. So ging das nicht. Das Winterkind war für den Buggy auch noch zu klein.

Meine Mutter lieh uns dauerhaft ihren Wagen – bis heute noch! Wir wechseln uns ab, besprechen uns, wer ihn wann braucht und so klappt das toll. Ich bin ihr sehr dankbar! So erledigte ich also Fahrten von und zur Tagesmutter motorisiert und wir konnten auf die Busfahrten verzichten.

Trotzdem investierten wir noch einmal: In einen zweisitzigen Fahrradanhänger von Chariot. Doch das Winterkind schrie sich die Seele aus dem Leib, wenn ich tatsächlich mit dem Fahrrad mit den beiden fuhr, und so blieb es bei der Buggyfunktion. Drinnen zwei überglückliche Kinder. Schön war das! Fast täglich ging ich mit einem oder sogar mit beiden einkaufen und wir zuckelten die Dorfstraße entlang.

Die kleine Wachtel wurde zwei und so konnte sie dann endlich auch selbst nebenher spazieren. Sie ging immer gut an der Hand oder hielt sich selbst am Buggy fest, in dem das Winterkind saß thronte.

Als das Winterkind sieben Monate alt war, wurde ich erneut schwanger. Rückenschmerzen prägten meinen Alltag und so war ich so wenig wie möglich unterwegs. Die täglichen Fahrten zur Tagesmutter aber blieben und den Weg von und zum Auto, wenige Schritte nur, brachten wir gut hinter uns. Die Wachtel an der Hand, das Winterkind auf dem Arm und das Spünkchen unterm Herzen. Es war ein schönes Bild, an das ich gerne zurückdenke.

Als unsere zweite Tochter dann zur Welt kam, mussten wir wieder umbauen. Die Neugeborenen-Hängematte zog wieder im Chariot ein und das Tragetuch wurde wieder hervor gekramt. Doch es kam selten nur zum Einsatz – das Spünkchen war ein so friedliches Neugeborenes und ich fühlte ich, wie auch schon nach der Geburt des Winterkinds, mit Tragetuch viel zu eingeschränkt in meinen Bewegungen, um auf mittlerweile ja nun schon zwei andere Kinder zu achten.

Stattdessen lieh ich mir den Buggy-Untersatz einer Nachbarin und konnte so den Maxi Cosi benutzen. Wenn wir forschen waren, wurde das Baby geschoben und die zwei Großen liefen Hand in Hand.

Für gelegentliche Spaziergänge nahmen wir den Chariot, in den auf kurzen Wegen tatsächlich auch drei Kinder hinein passen. Eigentlich ja sogar vier, denn oben auf der Lenkstange kann auch noch eines sitzen.🙂

Und nun haben wir den guten, alten Buggy wieder hervor geholt, denn mit ganz flacher Liegefläche passt das Spünkchen schon gut hinein und die zwei Großen laufen.

Ach, ich wünschte, ich hätte Fotos von all diesen Transportvarianten!

Irgendwann werden sie alle drei einfach so selbst laufen können. Vielleicht mal zum Bäcker, Hand in Hand in Hand, oder einfach zum Spielplatz runter. Und irgendwann fragen sie uns dann nach den Autoschlüsseln…

Time flies by.