Endlich ist es fertig!

Was als Farbexperiment begann und zuerst gründlich schiefging, dann aber wunderschön gerettet wurde, wo tausend Gedanken hineingeflossen sind, was schließlich angeschlagen, geribbelt und nochmal angeschlagen wurde, sich dann wochenlang im Strickkorb versteckte und dann endlich, endlich fertig von den Nadeln hüpfte.

Aber damit war die Arbeit ja noch nicht vorbei. Es wollte noch eine Anleitung geschrieben und übersetzt werden, Charts gezeichnet, Teststricker gefunden und koordiniert, Feedback musste eingepflegt werden und schließlich noch das wohl Schwierigste: Brauchbare Fotos müssen ja auch noch her!

Schwierig ist das immer, weil meine Freundinnen, die mir dabei helfen würden, immer entweder schwanger oder mit mindestens einem Kleinkind im Schlepptau sind und nicht zu vergessen – kleine Kinder habe ich ja schließlich selbst auch noch drei, und so sehr ich sie auch liebe, aber ihre Anwesenheit ist einem guten Foto gar nicht zuträglich. Ständig hängt irgendwo ein Kinderarm oder ein Beinchen mit drauf, alles verwackelt, dann müssen Tränen getrocknet und Nasen gewischt werden, das teure Tuch muss vor Matschehänden gerettet werden und dann geht auch noch der Akku der Kamera leer… Knipsen unter erschwerten Bedingungen, sozusagen.

Aber am Freitag hatte ich ganz liebe Hilfe und wir verschwanden mal für eine halbe Stunde auf die Felder, die gleich hinter unserer Siedlung beginnen. Es war wunderschön! Der Wind wehte, die Sonne schien und es klappte einfach. Bin total zufrieden mit den Bildern und dem hübschen Model sehr dankbar!🙂

Ihr braucht einen Strang Zitron Filigran (100g/600m) oder ein ähnliches Lacegarn und eine 4,5mm Rundstricknadel. Gestrickt wird in Reihen und das Muster ist nicht schwierig. Ein schönes Projekt, wenn man noch keine Erfahrung im Lacestricken hat!

Das Tuch ist in Breite und Länge ganz leicht anpassbar, indem man einfach Musterwiederholungen hinzufügt oder wegnimmt, so dass man ganz so stricken kann, wie man mag. Wenn es einem reicht oder das Garn ausgeht, kann man abketten wann immer man möchte. (So halten sich die Garnreste auch immer in Grenzen – ich mag es gerne, ein Knäuel vollständig aufzustricken.)

Mein fertiges Tuch misst nach dem Spannen etwa 220cm x 40cm und ich habe gespannt, wie ich damals schon bei Sihaya beschrieben habe: Häkelgarn in die Längsseiten des Tuchs einfädeln und mit deren Hilfe dann breit aufspannen. So bekommen die Längszeiten eine ebene Kante.

Die Anleitung ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich und kostet 3,80 Euro. Ihr könnt sie entweder über DaWanda oder direkt über Ravelry erwerben.

Viel Spaß beim Stricken!