Überspringen möchte ich am liebsten den morgigen Tag. Oder eigentlich schon ab jetzt.

Morgen wird das Winterkind operiert. Ein Standardeingriff, aber mit Vollnarkose, etwa ein bis anderthalb Stunden Operationszeit. Und das ist erst die Vor-OP, die zur Vorbereitung dient. Die eigentliche, wesentlich kompliziertere, steht dann in sechs bis zwölf Monaten an.

Der Liebste begleitet ihn ins Krankenhaus und beide bleiben dort eine Nacht. Die Mädels und ich bleiben daheim und warten auf WhatsApp Nachrichten.

Mir ist schlecht. Jetzt schon. Wie soll es erst morgen werden? Ich habe das anderthalb Jahre erfolgreich verdrängt, aber jetzt ist es halt doch soweit. Das kleine Herz tut mir so leid. Er weiß ja überhaupt nicht, wie ihm geschehen wird.

Ich hoffe so sehr, dass alles gut verläuft. Dass er keine Schmerzen haben wird, keine Angst und dass alles auch gut verheilen wird.

Ich sitze hier und es fühlt sich so an, als läge ein riesiger Stein in meinem Magen. Nehme gerne alle gedrückten Daumen für morgen an!