Wir haben Ferien. Das heißt: Die Tagesmutter hat Ferien und alle drei Kinder sind drei Wochen lang den ganzen Tag daheim. Der Liebste nur die letzten zwei davon.

Vor drei Monaten hätte mich das noch fertig gemacht, doch diese Woche genieße ich sehr. Nach wie vor toll, wenn man keine Rückenschmerzen hat – ich glaube, dieses Gefühl wird mich mein Leben lang nicht mehr verlassen.

Wir machen jeden Tag etwas, aber ganz ohne Druck. Nach Lust und Laune. Heute früh sind wir zu viert zum Biobauernhof spaziert, Tiere gucken. Auf dem Rückweg die Erkenntnis des Tages: In den Chariot passen auch drei Kinder!

Den ganzen Tag plappert das Winterkind vor sich hin. Hauptsächlich zwei Worte: Bohrmaschine und Pliii-tatz. “Pliii-tatz gehen! Pliii-tatz? Papa – dann: Pliii-tatz. Jaaa!”

Heute nachmittag entdeckte ich Zahn #7 und #8. Zwei Backenzähne, und der Ärmste leidet und leidet. Hab nicht lange gefackelt und ihm ein Zäpfchen gegeben, danach eine große Portion Eis und jetzt geht es ihm besser.

Die kleine Wachtel, oh nein, hat Hello Kitty auf dem iPad entdeckt und ich sitze kopfschüttelnd daneben, während das Spünkchen gluckst und kullert. Gleichzeitig laufen Spülmaschine, Waschmaschine und der vorgestern hier eingezogene Trockner. Kleine Helferlein, ohne die wir im Chaos versinken würden. Griffbereit, doch außer Kinderreichweite, liegen vier angefangene Strickprojekte und alle paar Minuten klingelt irgendetwas.

Das Leben ist schön und unsere Kinder sind toll. Ich könnte sie auffressen, bin unheimlich verliebt in sie. Und sehr dankbar, dass es uns so gut geht.