Heute vor fast 500 Tagen…

Was sollte das heute nur für ein Geburtstag werden, zitterte ich gestern noch. Vermutlich der schlimmste meines Lebens.

Ha, denkste! Der Tag war wun-der-voll und ich habe ihn richtig genossen. Es ging nach einer entspannten Nacht um halb acht los mit einem Kleinkind, was vor der Bettkante stand und kuscheln wollte. Kurz drauf brachte es mir noch im Bett ein Geburtstagsständchen, hach! Relaxtes, rückenschmerzenfreies Anziehen (glücklicherweise hatte ich vorgeplant und so war tatsächlich etwas Sauberes, Passendes zum Anziehen da) und kein einziges Tränchen auf Seiten der Kinder, weil sich jeden Morgen fertigmachen müssen ja sooo ätzend ist. Nee, ging alles wie am Schnürchen.

Der Liebste brach auf zum Brötchen holen und kam wieder mit Brötchen, Donuts und einem RIESIGEN Geschenk – dem Crosstrainer, den ich mir schon seit Jahr und Tag, in den letzten Wochen aber mit zunehmend mehr Herzblut, wünsche. Yippiejajay! Er hat ziemlich viel herum organisiert deswegen, was mich fast noch mehr rührte als das Geschenk selbst.

Wir zwei Großen tranken Kaffee am Küchentisch, während die zwei Kleinen geschlagene fünfzehn Minuten lachend und kichernd um den großen Karton herum rannten und sich vor lauter Freude darüber nicht mehr einbekamen.

Während die zwei Männer dann einkaufen fuhren, nähte ich Knöpfe an Spünkchens Strickjacke und wurde in der Zeit mit Küssen und Komplimenten der Wachtel überhäuft. Später buken wir einen leckeren Möhrenkuchen.

Am Nachmittag ging es ins Vapiano zu Pizza und Schokoladeneis, Schwester und Schwager gleich mit im Gepäck. Noch später kam meine Mutter zu Besuch und wir tranken Wein (ich gönnte mir ein halbes Glas Weinschorle) und aßen Kuchen.

Den ganzen Tag über fragte ich mich zwei Dinge. Erstens: Wo sind meine Rückenschmerzen hin? und Zweitens: Wer hat die zwei gestrigen Monster gegen diese beiden entzückenden Engel eingetauscht?

Wir haben 19:35 Uhr, beide Zuckerpupsis sind schon im Bett (in den ganzen letzten Tagen war das vor 21:00 Uhr nie der Fall) und auf die Frage des Liebsten, wie es mir jetzt gehe, antwortete ich wahrheitsgemäß: “Genau richtig.”

Das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit. Danke, Universum, für diesen tollen Tag!