Heute vor fast 500 Tagen…

Wer durfte heute früh auf der Kirmes am Rheinufer alle Chips fürs Kinderkarussell verfahren, weil die anderen, älteren Kids beide weinten und sich nicht trauten? Röchtöch, das Winterkind. Starrer und ziemlich geflashter Blick, Hände professionell ums Lenkrad gelegt, eine Runde nach der anderen. Tränen gab es nur beim Aussteigen. Dieses Kind ist wirklich eine kleine Rampensau ein Phänomen.

Ein schöner Vormittag war es, der Nachmittag war als Ausgleich dazu dann aber so richtig schön doof. Mit vielen Tränen von beiden Kindern, dramatischen Anfällen, Geheul, Geschrei, Gezank am laufenden Band. Nee, irgendwann wollten der Liebste und ich echt nicht mehr. Zum Glück kamen die drei Nachbarssöhne dann zum Fußballspielen vorbei, das sorgte wenigsten für ein halbwegs friedliches Stündchen. Aber in Wirklichkeit waren die Kinder heute wahrscheinlich gar nicht quengelig, sie haben uns damit bloß in den April geschickt. Haha.

Sonst stellte sich den ganzen Tag über immer mal wieder eine kleine Wehe ein, aber nicht die Kinderkrieg-Wehen sondern die Senk-, Übe- oder Vorwehen. Jedenfalls die, die nicht weh tun, aber deutlich spürbar sind. Ich freue mich drüber, denn jede Wehe ist wichtig, hat Sinn und wenn möglichst viele davon schmerzfrei sind – was will man mehr?

Jetzt sind anderthalb Kinder im Bett, der Liebste düst gleich noch zum goldenen M (das muss sein nach solch einem Tag. Und dann hat Gladbach auch noch verloren…) und ich werde mich der Babydecke für die Nachbarin widmen. Viel fehlt nicht mehr, Gott sei Dank, so langsam kann ich keine Babydecken mehr sehen.

Bis morgen, in alter Frische.