Heute vor fast 500 Tagen…

Herzlich Willkommen also zum munteren Warten-aufs-Spünkchen. Wobei, heute habe ich gar nicht das Gefühl, dass es nun bald schlüpfen sollte – heute lässt sich alles sehr gut aushalten. Die Erkältung ist bis auf Husten und Schnupfen weg, aber damit kann ich leben, und da ich gestern einen sehr entspannten Tag und einen tollen Nachmittag mit den Kindern im Nachbargarten hatte, melden sich auch die Rückenschmerzen kaum zu Wort.

Das zeigt mir sehr deutlich, dass die Schwangerschaft an sich gut auszuhalten wäre, aber die Belastung mit zwei Kleinkindern und Haushalt ist eben wirklich nicht ohne. (Zugegeben tue ich derzeit sehr wenig im Haushalt. Wäsche und gelegentliches Kochen, zu mehr bin ich gar nicht mehr in der Lage.)

Heute ist also nicht solch ein Tag sondern solch einer. Ich kam gut aus dem Bett (begleitet von ungläubigen Blicken des Liebsten: “So schnell kannst Du aufstehen?”), mit den Kids ging alles flott von der Hand und ich hatte sogar die Kraft dafür, durch drei Läden zu hüpfen, um Besorgungen zu machen. Alles, was man so für’s Wochenbett braucht zum Beispiel, und an der Kasse dann mit Blicken der Verkäuferin von meinem Bauch zu der Packung Binden wieder auf den Bauch… ja, jetzt dauert es wirklich nicht mehr lange.

Gestern ging bei Twitter der Link zu diesem wunderbaren Artikel der Welt um: Geschwisterkinder. So wundervoll und lesenswert! Bald also wird das Winterkind nicht mehr unser Kleiner, sondern unser Sandwichkind sein. Lustig, ich kannte zuvor nur den Begriff Stöpselkind: Die, die beim Baden immer auf der Seite mit dem Stöpsel sitzen müssen, denn die anderen beiden sind ja a) schon zu groß beziehungsweise b) noch so klein.

Wird das Spünkchen einmal der beschriebene Rebell werden? Und das Winterkind das Diplomatiegenie? Die Wachtel die Verantwortungsbewusste?

Es ist so spannend und so wundervoll, zu sehen, wie diese kleinen Menschen heranwachsen. Die Wachtel ist nun zweidreiviertel Jahre alt und so, so vieles liegt noch vor ihr. Ich habe das Gefühl, sie schon ewig zu begleiten, dabei ist es doch erst so kurz. Zu was für einem Menschen wird sie einmal heranwachsen? Was für Eigenschaften werden sie prägen? Welche Erfahrungen wird sie machen? Wo werden ihre Interessen liegen? Wie wird es für uns als Eltern sein, ihr Leben mit zu gestalten? Ihre Zeit im Kindergarten, in Schulen, in Ausbildungen oder Universitäten, im Berufs- und Familienleben? Die Fülle von Möglichkeiten erschlägt mich.

Gestern bei meiner lieben Nachbarin, die im August ihr zweites Kind erwartet, turnten sie also um uns herum, die drei kleinen Wirbelwinde. Und wir sahen uns ungläubig an: Nächsten Sommer werden es fünf sein! Hilfe!🙂