Der Nestbautrieb hat mich eiskalt erwischt. Andererseits müssen die Dinge ja getan werden, es erledigt sich ja nicht von selbst, aber es macht mir trotzdem ziemlichen Spaß. Ich genieße das Herumrücken, Anstreichen, Einrichten, Umräumen und vor allem das Ergebnis.

In den letzten Wochen stand natürlich Spünkchens Zimmer auf Platz Eins der Todo-Liste und damit einhergehend auch das Zimmer des Winterkinds, denn die Babyeinrichtung sollte von dort nach hier ziehen.

Ich war bislang so unzufrieden mit seinem Zimmer. Es war furchtbar ungemütlich, unheimlich viel Kram stand einfach ungemütlich in der Gegend herum und ich dachte permanent nach, wie man das alles verbessern konnte. Der Raum ist recht lang und schmal und mit dem riesigen Kleiderschrank, der bislang darin stand, gingen Licht und Platz total verloren.

Da kam mir die Idee mit dem Regal als Raumtrenner und schwupps, verwandelte sich das Zimmer in eine helle, gemütliche Oase.

Die Wände hatte ich schon vor längerer Zeit hellblau und sehr hell minzgrün gestrichen – jaja, an der geschlechtstypischen Farbzuteilung bin auch ich nicht vorbeigekommen. Die Bilder habe ich übrigens nicht, wie meine Schwägerin fragte, selbst gemalt! Herrje, ich wünschte, ich könnte so etwas, dann würde ich den lieben, langen Tag nichts anderes mehr tun! Nein, die sind ganz schnöde im Laden gekauft und waren unser Geburtstagsgeschenk für das Winterkind.

Statt des klobigen Kleiderschranks gibt es nur noch eine Kommode – für die paar kleinen Kinderklamöttchen vollkommen ausreichend!

Und natürlich gibt es auch in diesem Zimmer einen Schutzengel, der Träume behütet und über den Schlaf wacht. Wunderhübsch, oder? Alle drei waren ein Geschenk der Patentante des Liebsten aus Österreich und in jedem der drei Kinderzimmer steht nun einer.

Das Spünkchenzimmer ist also auch endlich fertig. Die Wände hab ich in den letzten Wochen hellgelb und hellorange, gut, eigentlich ist es mehr ein Eierschalenton geworden, gestrichen. Es sollte neutral werden, weil wir uns mit dem Geschlecht dieses Mal ja überraschen lassen. Der klobige Kleiderschrank ist in die vordere Ecke gewandert, wo er klein und süß aussieht und weder Raum noch Licht stehlen kann.

Und es gibt ganz viel Platz zum Ausruhen und Kuscheln!

Ich bin mit beiden Zimmer richtig zufrieden. Für relativ wenig Geld (der Möbelschwede lässt grüßen) haben sich beide Räume so toll verändert, sind richtig gemütlich und einfach stimmig geworden. Es ist unglaublich, was ein bisschen Farbe an den Wänden und die richtige Idee ausmachen! (Leider hab ich Schussel natürlich mal wieder die Vorher-Bilder vergessen… naja.)

Unzufrieden bin ich nun nur noch mit dem Zimmer der kleinen Wachtel. Dort steht nämlich alles irgendwie aneinandergequetscht. Ein riesiges Bett, Kommode, Kinderküche, Kaufladen, Stühle und Tische… beim nächsten Geldsegen ist ihr Raum dran!

Bis dahin muss sie sich mit der Decke trösten, die ich für sie angeschlagen habe. So lange liegt sie mir schon in den Ohren, dass sie sich auch eine Babydecke wünscht, und da Spünkchens Decke ja nun fertig ist, soll sich ihr Wunsch erfüllen.

Das Garn ist wieder Unisono vom Atelier Zitron (toll! toll! toll!) und das Muster findet Ihr bei Ravelry unter Ten Stitch Blanket.

Nun ist also, außer Stricken, gar nicht mehr viel zu tun, bis das Spünkchen kommt. Ich bin seit Montag im Mutterschutz, was ebenfalls toll, toll, toll ist und der einzige noch offene Punkt auf meiner Todo-Liste lautet: Babyklamöttchen sortieren. Das werde ich direkt jetzt mal tun.🙂