Einer meiner ersten Gedanken heut früh war: Wie soll ich den Tag heute bloß schaffen? Die Nacht war schlimm, ich habe eine dicke Erkältung, Rückenschmerzen und beide Kinder sind den ganzen Tag zu Hause. Eins davon, das jüngere, will alle zwei Minuten von einem anderen Möbelstück heruntergepflückt werden, während das andere, ältere, mindestens ebenso häufig seine Meinung in Bezug auf das ändert, was es gerade machen möchte.

Zehn Stunden herumkriegen.

Die ersten Tränen flossen am Frühstückstisch, wegen der Banalität einer angebissenen und dann verschmähten Banane, wie so oft in letzter Zeit. Lächerlich, eigentlich, aber ich war schon fix und fertig.

Kleinere und größere Streitereien folgten, und war das eine Kind mal glücklich, dann war es das andere sicher nicht. Ich wollte nicht mehr.

Dann am Nachmittag Gedanken an eine liebe Bloggerin, deren kleiner Neffe, so alt wie die kleine Wachtel, heute beerdigt wird. Und mir wird klar, wie grausam das Leben manchmal ist und wie weh es tun kann.

Seitdem purzeln die Tränen fast unaufhörlich. Ich fühle so sehr mit und mich gleichzeitig so beschämt wegen dieses verkorksten Vormittags. Ich sollte meine Kinder festhalten, festhalten und an mein Herz drücken und mein Glück nicht wegen ein paar Krümel oder anderer Nichtigkeiten vergessen.

Manche Tage dürften gar nicht sein.