Endlich habe ich mich getraut, Frost Flowers & Leaves anzuschlagen. Ich habe gehörigen Respekt vor diesem Tuch, denn es beinhaltet so viele Elemente, die mir bislang nicht vertraut sind.

Mit dem Anschlag selbst habe ich mich gestern herumgeschlagen – überhaupt nicht leicht, acht Maschen auf vier Nadeln zu bringen und dann den Überblick zu haben, welche als nächstes gestrickt gehört! Nach einer Stunde gab ich auf und schlug auf einer einzigen Nadel an. Die Übergangsmasche ist nun etwas lockerer, aber ich habe meinen Seelenfrieden.

Die Idee, ein quadratisches Tuch aus der Mitte heraus zu beginnen, gefällt mir aber gut. Es ist so charmant, einfach weiterzustricken bis einem das Garn ausgeht. Und in diesem Fall könnte das recht lange dauern – über 1000 Meter sind das, glaube ich, 100% Merino Lace. Einzig mit der Farbe bin ich noch nicht sicher, aber hey, wenn es am Ende nicht passt, wird einfach übergefärbt.🙂

Allerdings könnte das eine gute Weile dauern – das Tuch ist wirklich nichts, um schnell mal eben zwischendurch eine Runde zu stricken. Zumindest jetzt bedeutet für mich noch jede einzelne Masche Konzentration und ich brauche parallel dringend noch ein kleines mindless Projekt. Tatsächlich denke ich schon geraume Zeit darüber nach, ob ich mir nicht einmal einen Pullover stricken soll. Mittelgrau, glatt rechts, schlichter, lässiger Stil aus dünnem Lacegarn. Etwas, was einen “umfliegt”, nicht figurbetont aber eben auch nicht sackig. Bislang habe ich noch kein solches Muster gefunden, aber es dürfte auch nicht so schwer sein, sich selbst etwas auszudenken.