Vor gut zwei Wochen quartierten wir unseren Kleinsten in sein eigenes Zimmer um und ja, ich weiß, ich sollte es wirklich lieber nicht schreiben, aber: Seitdem sind unsere Nächte so viel entspannter.

Die erste Nacht war noch sehr unruhig, weil sich alles erst einfinden musste, in der dritten wachte er schreiend jede Stunde auf, aber alle anderen waren traumhaft. Traumhaft heißt in dem Fall: Ich muss maximal dreimal aufstehen, im Normalfall nur zweimal. Meist gehe ich nach dem Stillen dann wieder hoch in unser Bett, aber es kommt auch oft genug vor, dass ich einfach unten bei ihm weiterschlafe.

Woran das nun liegt? Ich glaube, es hat mehrere Gründe. Zum einen höre ich nicht mehr jeden kleinen Pups von ihm und schrecke hoch, während er friedlich weiter schläft. Umgekehrt vermutlich genau so. Und ganz, ganz sicher riecht er nun nicht mehr ständig Milch und wird vom Appetitgefühl wach. Eine Freundin erklärte es gestern so: Es ist, als gehe man spazieren, ohne Hunger zu haben. Dann kommt man an einem Garten vorbei, in dem gegrillt wird, man riecht es und denkt sich: Ach, jetzt ein Würstchen! Lustig, oder? Ich glaube, da ist was dran.

Jedenfalls bin ich rundum zufrieden mit dieser neuen Situation und ich nehme ganz still und leise an, dass es langsam aber sicher noch besser werden wird. Bei unserer Tochter schlich sich das aus und mittlerweile schläft sie schon lange ihre elf Stunden durch.

Unheimlich süßer Nebeneffekt des Ganzen übrigens: Die kleine Wachtel öffnet morgens ganz allein ihre Zimmertür und taps, taps, taps, schlüpft sie zu ihrem Bruderherz ins Bett. Habe ich schon erwähnt, dass ich sie auffressen möchte, alle beide? ♥