Dass unsere Nächte derzeit nicht die rosigsten sind, hatte ich ja schon ein paar Mal erwähnt. Selten, dass unser Sohn einmal länger als zwei Stunden am Stück schläft, anderthalb ist Standard. Nachts natürlich, denn tagsüber ist er ja müde und hat Nachholbedarf…

Ich komme, wie auch schon damals bei unserer Tochter, erstaunlich gut damit klar. Ich würde nicht sagen, dass mir Schlafmangel nichts ausmacht, sondern tatsächlich behaupten, dass ich gar nicht unter Schlafmangel leide. Fünf bis sechs Stunden pro Nacht, diese auch noch häufig unterbrochen, reichen, im Ernst. Ich finde es, wenn ich mir das so vor Augen führe, schon arg, aber es macht mir wirklich nichts aus. Hormone sind mächtig.

Na, jedenfalls dachten wir, dass es auf Dauer dann vielleicht doch etwas zermürbend ist, zumal das kleine Winterkind auch des öfteren nachts ein bis zwei Stunden am Stück wach ist, dabei aber höchst glücklich neben uns liegt und erzählt, singt und juchzt. Dabei ist es ihm scheinbar völlig egal, ob er Publikum hat oder nicht und ob dieses schläft oder wach ist. Irgendwann hat er sich dann müde gespielt und schläft einfach wieder ein, ganz ohne unsere Hilfe.

Ergreifen wir also die Gelegenheit beim Schopfe und versuchen, ihn sanft daran zu gewöhnen, nachts ganz ohne uns zu schlafen.

Eigentlich war mein Plan ja, dass beide Kinder in einem Zimmer schlafen, auf einer großen Matratze aneinander gekuschelt, doch noch ist Arjen zu klein. So viele Unterbrechungen nachts macht Milena vermutlich nicht mit. Vielleicht, wenn er ein Jahr alt ist? Schön fände ich es!

Bis es soweit ist, greifen wir zu Plan B. Wir haben eine weitere, große Matratze gekauft, viele Möbel geräumt und Zimmer getauscht und jetzt hat unser Sohn sein eigenes Zimmer. Sogar die Wände habe ich gestrichen – in hellem Blau (die Blau-Falle! Ich bin schon wieder hineingetappt!) und einem Hauch von Grün. Schön sieht das aus! Eben habe ich ihn dort schlafen gelegt und nun bin ich gespannt, wie die Nacht wird.

Auf mehrmaliges Hoch- und Runterrennen in der Nacht habe ich wenig Lust, vielleicht mache ich es ein oder zweimal mit und bleibe dann einfach unten bei ihm. Hat damals bei unserer Tochter schon gut geklappt mit der großen Matratze und es bewährt sich heute noch immer, denn wenn sie nachts einmal weint, legt René sich zu ihr und beide schlafen friedlich nebeneinander weiter.

Und wenn unsere Kinder bald dann doch in einem Zimmer schlafen, wird eine Matratze einfach zur Tobewiese umfunktioniert.

Klingt doch mal wie ein Plan. Wenn er jetzt dann bitte noch aufgehen würde?