… gabe es heute zu Mittag. Und zwar für unser Winterkind. (Übrigens – klingt es nicht komisch, Winterkind? Kann man sich beim Blick aus dem Fenster oder Sitzen im Garten vorstellen, dass hier je Winter herrschte? Tägliches Schneeschippen, nasskalte Klamotten, Handschuhe, Schals und Mützen? Ich kann es nicht!)

Jedenfalls. Möhrchen also.

Ziemlich ungeplant. Es passte einfach. Wir hatten Zeit, wir alle waren entspannt und eigentlich dachte ich, dass ich vom Einkaufen ein paar Biozucchini mitbringe. Dann war René aber schneller und hatte schon ein Gläschen aufgewärmt, wieso also nicht.

Und Arjen fand es stark. Als hätte er das schon tausendmal gemacht, nuckelte er in Seelenruhe ein Löffelchen nach dem anderen leer, bis die Müdigkeit ihn übermannte und ich ihn schnell zu Bett bringen musste. Mein kleines Herz!

Aber interessant ist es schon, wie wir selbst uns auch verändert haben. Bei Milena hätte ich nie, nie, niemals vor dem siebten Lebensmonat mit Beikost begonnen. Alles sollte perfekt, nach Lehrbuch sein. Und heute denke ich, ach, er hat so hungrig ausgeschaut, er ist ja schon so gut wie fünf Monate alt und zum Teufel mit den Lehrbüchern. Es hat einfach gepasst und offensichtlich hat es ihm total gut gefallen. Und ich fühl mich gut damit.

Ja, mit dem zweiten sieht man besser, irgendwie.