Ich blogge wenig, zur Zeit. Ich würde gerne mehr schreiben, aber, und das klingt jetzt wirklich unheimlich blöd, ich weiß nicht worüber. Mein Kopf ist einfach leer, mir scheint alles so trivial, so uninteressant zu sein und die Dinge, die mich im Moment wirklich beschäftigen, müssen erst noch ein bisschen vor sich hin brodeln, ehe sie spruchreif sind.

Dabei gäbe es so viel, was ich gerne zumindest ganz kurz festhalten würde.

Wie zauberhaft unsere Kinder sind, natürlich. Was für ein hübsches Kerlchen unser Sohn ist, mit seinem langen Pony (wir müssen es bald schneiden, ist das zu fassen? Mit vier Monaten!), den zarten Händchen und diesem unglaublich kecken Blick. Er greift nach Gegenständen, hat sich schon einige Male vom Bauch auf den Rücken gedreht und macht so, so, so süße Geräusche. Mittlerweile bin ich überzeugt von der Schub-Theorie. Fünfte, achte, zwölfte und neunzehnte Woche – das war glasklar bei ihm, alle vier. Und der 19-Wochen-Schub war wirklich fies, eine ganze Woche lang hat er geweint und geschrien und geschimpft und gezetert und gelitten. Aber nun ist es geschafft und er ist hinreißend wie eh und je.

Und wie sehr unsere Tochter doch groß geworden ist! Man merkt es am deutlichsten an ihrer Sprache. Wir können uns mit ihr unterhalten… richtig unterhalten. Wie ich mich mit René unterhalte oder mit anderen Erwachsenen. Natürlich betont sie nicht perfekt und natürlich erzählt sie oft genug den allergrößten Quatsch, aber es ist wirklich beeindruckend, was sie mit ihren 22 Monaten schon so zu erzählen hat. “Wenn der Papa fertig ist, dann kannst Du duschen, Mama.” Wortwörtlich. Und tausend andere Sätze wie dieser. Und so süße Dinger sind dabei. “Darf i das anfassen, Mami?”. “I will no eine Frikadelle essen!”. “Ssau mal, Mami, ein Rabi-kohl!” oder auch “Heute muss I daaa-niss Zähne putzen!”

Zum ersten Mal gibt es derzeit auch Momente, in denen sie ihren Unmut durch Schlagen und Schubsen äußert, vor allem mir gegenüber, und ich stoße an Grenzen und weiß noch immer nicht, wie ich ihr dann am besten begegnen soll. Ich hoffe sehr, dass diese Phase bald wieder abklingt.

Und sonst gleiten wir so durch den Alltag. Verbringen Zeit im Garten (wie konnte ich je ohne Garten leben?), mit Freunden oder einfach allein zu Hause. Und ich hänge oft meinen Gedanken nach, Gedanken an die Zukunft, wie es weitergehen wird und Gedanken an viele liebe Freundinnen in Klein Bloggersdorf. Wie das Leben so spielt und wie sehr man manchmal einfach Aufspringen möchte, um zu rufen: “Cut! So nicht, das drehen wir noch einmal!”

Tja, so ist das hier zur Zeit. Schwierig festzuhalten, und vielleicht auch besser so.