Diese Kinder, die so gut wie niemals schreien, höchstens mal müde ein wenig Unmut äußern. Die man einfach so hinlegen kann, die dann noch kurz umhergucken und denen dann einfach die Äuglein zufallen, ganz von selbst. Die man, und das ist ja wohl echt der Oberhammer, in den Kinderwagen legen kann und die glücklich damit sind, eine dreiviertel Stunde einfach darin zu liegen, die in dieser ganzen Zeit keinen Mucks von sich geben und die einen dann einfach nur überglücklich anstrahlen, wenn man sie wieder auf den Arm nimmt.

Ich bin platt, wirklich.

Bei Milena damals hätten wir mit dem Kinderwagen gar nicht erst ankommen müssen. Rabatz, aber sowas von. Und Arjen hat das gestern bei unseren Freunden in deren Kinderwagen einfach so mitgemacht. Klasse war das, und ich war so stolz auf dieses kleine Menschlein und wie wunderbar er die Welt so nimmt.

Ich liebe dieses Kind so unheimlich. Es ist verrückt – wie konnte ich je daran zweifeln, ob ich ihn einmal genauso lieb haben würde wie seine große Schwester? Schon zur Geburt damals hat er mein Herz im Sturm erobert und nun, drei Monate später, entdecke ich jeden Tag Dinge an ihm, die ich so großartig finde, ohne die ich gewiss nicht mehr leben könnte. Diese unwahrscheinlich großen, dunklen Augen, die so klug und geduldig in die Welt gucken, umrandet von diesen unfassbar langen Wimpern, wie eigentlich nur ein Mädchen sie haben könnte. Der Witz in seinem Blick, diese Neugierde und diese Begeisterung für alles um ihn herum. Diese Babygeräusche, die er macht und die einen zum Dahinschmelzen bringen, und der Duft, der von seinem langen und dichten Haar ausgeht. Strähnen, die ihm schon bis in die Augen hängen, Zehen so klein wie Erbsen und so, so, so weiche Haut. Lange, schmale Finger, und wie sie in mein Haar greifen und schon festhalten können! Und wie dieses Baby lachen kann, das ist so wunderbar.

Ich bin so verliebt, so hingerissen, und mein Herz ist so voller Zuneigung für dieses zauberhafte Kind.