Sagte ich letztens, der Flur sei fertig? Natürlich ist er das nicht. Das fiel mir auf, als ich eben die Fotos für den Blogpost hier schoss. Hier und dort fehlt noch etwas, hier eine Tafel, dort ein Plissée, besagter Schuhschrank natürlich. Und ein riesiges Bild für das Kopfende des langen Ganges. Und gerade beim Fotoschießen fiel mir auf, dass statt einer Deckenlampe auch hier noch eine nackte Fassung hängt…

Aber aus dem Gröbsten sind wir raus und ich freue mich! (Ich habe natürlich nicht daran gedacht, auch Vorher-Fotos zu machen. Stellt Euch einfach den traurigsten und unordentlichsten Flur vor…)

Aus dem tristen Weiß ist eine Mischung aus Weiß, Beige und einem matten Braun geworden.

Und inzwischen bin ich ein wirklicher Profi, wenn es ums Abkleben geht. Nach Euren zahlreichen Tipps (Danke dafür!) und Hinweisen, dass gut abgeklebt schon halb gestrichen sei, war ich natürlich entsprechend panisch. Wie zum Henker klebt man denn gut ab? Ich durfte keinen Fehler begehen und habe alles extra-super-sorgfältig gemacht. Und es hat sich tatsächlich ausgezahlt. Auch das Abziehen, wenn die Farbe noch feucht ist, hat sich als unheimlich hilfreich herausgestellt.

Jetzt kommt endlich auch der wunderschöne Spiegel, den wir uns vor Jahren für teures Geld einmal gekauft hatten (davon hat man ja so viel, wenn noch kein Haus und keine Kinder da sind!) zur Geltung.

Daneben gegriffen hatte ich ja leider bei der Farbe für die Nische, die einmal die Garderobe werden sollte. Auf dem Foto sieht es aber nur halb so schrecklich aus, wie es war. Wirklich, die Augen taten weh!

Es hieß also: So schnell wie möglich drüberstreichen, und zwar in augenschonendem hellbeige. Anschließend noch die Bretter, die einmal die Regalböden werden sollten, mit Weiß aufhübschen.

Und so sieht sie in fertig aus, unsere Garderobe:

Dass die hölzerne Garderobenstange sich durchbiegt, das ignorieren wir einfach. (Ich dachte, 2cm Buche würden reichen, aber vermutlich muss die Stange tatsächlich aus Metall sein.)

Und ja, tatsächlich, richtig gesehen! Das Schweinchenrosa ist doch noch zu etwas gut gewesen. So punktuell sieht es gar nicht so grausig aus.

Platz gibt es hier nun jedenfalls auch endlich für meinen alten Wecker (ich mag es nicht, Uhren im Haus zu haben. Aber der Wecker schaut so hübsch aus, und außerdem ziehen wir ihn nie auf, so dass die Zeiger immer dieselbe Zeit anzeigen.) und meiner Lust auf Körbe konnte ich auch nachkommen.

Die Garderobe ist allerdings für große Leute gedacht – für die kleinen habe ich dieses wunderhübsche Schätzchen anfertigen lassen:

Eine ganz wundervolle und begabte Malerin hat das kleine Kunstwerk gezaubert und unsere Tochter ist begeistert. (“Dach bauf! Dach bauf! Regenjacke aufhäng!”)

Zu guter Letzt wurde aus zwei alten Regälchen noch ein provisorischer Schuhschrank. Aber besser provisorisch als tausend Paar Schuhe, die auf dem Boden herum fliegen. Und Platz für meine Tasche und meine Knopfsammlung gibt es nun auch noch.

Spaß hat es gemacht und ich bin mit dem Ergebnis echt zufrieden. Und stelle fest, wie unheimlich viel das Bisschen Farbe doch ausmacht!

In Zukunft wird es aber wohl etwas schwieriger werden, hier alles umzugestalten, weil unser Winterkind tags deutlich weniger schläft als in den ersten Wochen. Aber ich bleib dran!🙂