Ja, uns gibt es noch. Es passiert nur nicht viel. Oder viel zu viel, so dass ich mit dem Erzählen gar nicht hinterher komme.

René muss neuerdings lange arbeiten, ist selten vor 19.00 daheim, und das bedeutet anstrengende Abende für mich. Arjen hat nach fünf einfach genug und hat keine Lust mehr auf Action, laute Geräusche oder feuchte Küsse seiner großen Schwester. Eigentlich gehört er da fast schon ins Bett, aber ich habe noch keine Lösung gefunden, wie ich ihn zu Bett bringen kann, während Milena noch wach ist. Und so stolpern wir durch den Vorabend und sind froh, wenn der Liebste wieder zu Hause ist und alles dann auf einmal so viel leichter geht.

Hier im Rheinland herrscht um diese Jahreszeit ja Ausnahmezustand, und so hat auch Katja eine Woche frei. Beide Kids also den ganzen Tag daheim. Was also dringend her muss, ist Programm! Heute früh also waren wir einkaufen: “Elekaah”, “Deh-Emmm!” und dann noch beim “Mauber” (erkannt?), allerhand Kleinkram besorgen. Und es klappte wirklich gut, nur meine Schultern schmerzen ein wenig. Es wird dringend Zeit, dass Arjen vier Monate wird und vom Tragetuch in den Ergo umziehen kann, das trägt sich einfach besser.

Jetzt schnarcht er hier auf der Couch vor sich hin, Milena singt mir über’s Babyphon noch etwas vor, ehe auch sie dann gleich einschlafen wird. Und ich genehmige mir gleich einen Schoko-Vanille-Kaffee, jawohl! Schließlich will ich heute bis mindestens 22.00 wach bleiben. Tja, unsere Nächte könnten nämlich echt besser sein. Letzte Nacht war ich froh, so gut schlafen zu können – ich bin nur etwa alle anderthalb Stunden geweckt worden und hab mich tatsächlich darüber gefreut. Das sagt doch alles, oder? Andererseits hat Arjen letztens sechseinhalb Stunden am Stück geschlafen… es ist einfach wechselhaft. Und ich kenne das ja vom letzten Mal schon und hab genug Fatalismus für uns alle. Augen zu (haha) und durch also.

Von der Projektfront gibt es auch einiges zu berichten. Der Flur ist bis auf einen Schuhschrank fertig. FERTIG. Yeah! Besagter Schuhschrank allerdings bereitet mir Kopfzerbrechen. Müssen die alle so hässlich sein? Falls jemand eine geniale Idee hat, pfiffig Wohnen etc., dann bitte her damit! Fotos gibt es natürlich, aber das ist einen eigenen Beitrag wert.

Projekt Postsecret muss leider vorerst pausieren. Die erste Station war ja bei Loretta, aber die liegt leider für längere Zeit im Krankenhaus (fühl Dich gedrückt!) und kann das Päckchen nun nicht weiterschicken. Aber Papier und auch Klein Bloggersdorf sind ja geduldig – aufgeschoben ist also nicht aufgehoben und spätestens im Herbst dann geht die Reise weiter.

Von den Stadtwerken habe ich bislang leider noch keine Reaktion erhalten, was ich einerseits zwar erwartet hatte, mich aber andererseits dennoch betrübt. Es ist so desillusionierend… Nachdem ich mein Anliegen aber an den Oberbürgermeister weitergeleitet habe, habe ich von diesem die Nachricht erhalten, dass er alles an die Geschäftsführung der Stadtwerke weitergeleitet hat mit der dringenden Bitte, sich dazu zu äußern. Nunja, wie gesagt, bislang noch immer Schweigen. Man darf weiterhin gespannt sein.

Und zu guter Letzt habe ich mich, was meine Projekte angeht, dazu entschieden, ein Kleingewerbe anzumelden. Alle Regelungen hierzu klingen zwar etwas abschreckend und nach Papierkram, den ich eigentlich gar nicht haben will, aber ich möchte den Shop, auch wenn er winzig ist, gerne mit reinem Gewissen weiter betreiben und mich nicht in einer Grauzone fühlen müssen. Deshalb ab sofort mit Ustnr. und Rechnungen und §19 und so. Neuland, aber nicht unspannend für mich.

Und jetzt also: Kaffee. Und überlegen, was wir heute nachmittag anstellen. Das Wetter ist so hinreißend, vielleicht geht’s ja in den Garten, den Sandkasten einweihen. In dem Sinne: Man liest sich.🙂