… wird Arjen schon vier Wochen alt. Kaum zu glauben, oder?

Die ersten Wochen waren für uns ziemlich entspannt. René hatte ja Urlaub und unser Sohn hat furchtbar viel geschlafen. Wach wurde er eigentlich nur zum Trinken, und das ging zügig und problemlos. Manchmal war er auch einfach so wach und guckte in der Gegend herum, seine Lieblingsbeschäftigung! Aber das war auch so anstrengend für ihn, dass im Anschluss schnell weitergeschlummert werden musste. Wir waren so froh und machten innerlich drei Kreuze, dass unser Baby so genügsam und friedlich war.

Diese Woche dann war etwas anstrengender. Manchmal weinte er einfach so und liess sich nur schwer beruhigen. Er spuckte häufiger und hatte ganz schön mit seinem Magen zu kämpfen. Und die Nächte waren übel, mit vier Stunden am Stück nur Tränen und gar nicht entspannt. Ich dachte schon ohoh, die friedliche erste Phase war vielleicht nur das Erholen von der Geburt und ab jetzt wird alles schwieriger. Doch dann änderte sich schon wieder alles. Letzte Nacht war wunderbar und heute schläft er auch schon wieder fast den ganzen Tag. Und wenn er wach ist dann guckt und guckt und guckt er. Und er lächelt im Halbschlaf, lacht sogar richtig (mit Geräusch! Zum Schießen!), so dass ich denke, dass wir vielleicht einfach den Fünf-Wochen-Schub erlebt haben. Arjen ist ja fast zwei Wochen später als erwartet zur Welt gekommen, das muss man ja mit bedenken.

Dann wieder muss ich schmunzeln: Wenn so kleine Babies unruhig sind, dann sagt man sich immer: “Das ist sicher ein Schub!” Und etwas später dann sagt man sich: “Achja, die Zähne!” Irgendwie sucht man sich so seine Erklärungen, ohne je zu erfahren, ob die Vermutungen stimmen. Aber scheinbar kann man das Spekulieren und Suchen nach Gründen nicht lassen.

Ich bin jedenfalls ganz schrecklich verliebt in dieses kleine Wesen. Er ist so… wie soll ich es beschreiben? So im Hier und Jetzt. So offen für alles, so leicht glücklich zu machen. Er meistert das alles mit Bravour und ist dabei noch unheimlich süß. Ich möchte ihn fressen, wirklich.

Jetzt gerade liegt er neben mir, in einem kleinen Nestchen auf der Couch, und ich höre seinem leisen Schnaufen im Schlaf zu.