Das sind wir seit heute. René muss wieder arbeiten und Milenas Tagesmutter ist aus dem Skiurlaub zurück, so dass Arjen und ich heute zum ersten Mal allein zu Hause waren. Große Umstellungen also wieder für alle von uns und da muss sich jeder erst neu einfinden.

Das Aufstehen klappte wider Erwarten richtig gut – wir waren sogar schneller fertig als früher, was aber vermutlich daran lag, dass wir nicht noch eine halbe Stunde im Bett vertüdelten. Die kleine Wachtel hatte kein Fieber mehr (leidige Zähne!) und so ging es heute früh dann also zu Katja.

Mein Winterkind und ich machten uns einen schönen Vormittag. Er kuschelte in meiner warmen Decke auf der Couch und sah sich alles an (wir nennen ihn auch den “Gucker”, weil er gucken und gucken und gucken kann…), während ich alles Mögliche an Hausarbeit erledigte und ein paar schon lange fällige Emails schrieb bzw. Telefonate führte. Ich bekam richtig viel getan und irgendwann fragte ich mich tatsächlich: So, und was tu ich jetzt?

Gegen Mittag dann machten wir uns auf den Weg, um Milena abzuholen. Mein Sohn schön warm im Tuch verpackt, meine dicke Winterjacke drüber (die doch ein wenig spannt, mit Kind drunter nun. Aber nunja.) und mit dem Bus dann los. Das ging gut! Bei Katja dann stellte ich fest, dass das Tochterkind anziehen ohne Babybauch, dafür aber mit Arjen im Tuch, auch nicht viel leichter ist, so dass ich froh war, als Katja uns half. Milenas Äuglein allerdings fielen fast schon aus ihrem Kopf heraus und so war ich froh, dass wir den Bus direkt erwischten. Dort setzte ich sie mir auf den Schoß (auch nicht leicht) und versuchte, sie irgendwie wach zu halten, was zum Glück gelang. Dann mit dem Buggy im Laufschritt nach Hause, damit sie auf der kurzen Strecke nicht doch noch einschläft, daheim den schlafenden Arjen auf der Couch geparkt, eine warme Milch gemacht und die kleine Wachtel zu Bett gebracht. Dann eine halbe Stunde Pause für mich! Dann wurden beide Kinder gleichzeitig wach, das fand ich stressig. Denn ich konnte nicht runter zum weinenden Arjen, weil Milena noch auf dem Wickeltisch lag… kein schönes Gefühl. Und kurz drauf weinten beide ganz arg, Milena, weil Arjen weinte (das fand sie richtig schlimm) und Arjen, weil ich mich nicht direkt um ihn kümmern konnte.

Aber dann klingelte es zum Glück an der Tür – das wirkt Wunder bei jammernden Kleinkindern – und eine liebe Nachbarin kam zu Besuch. So kamen wir auch gut über die nächsten anderthalb Stunden. Doch dann wurde es nochmal anstrengend, denn Mama war doof, singen doof, spielen doof, anfassen doof, ansprechen doof, und so weiter…

Doch schließlich kam René heim und ab da wurde es entspannter für mich.

Alles in allem haben wir es gut hinbekommen, finde ich, auch wenn der Tag gefühlte Stunden weniger hatte als sonst und ich schon etwas geschafft bin. Aber es besteht auf jeden Fall in unseren Abläufen noch Verbesserungspotential. Zum Beispiel war es Glück, dass Arjen heute auf der Couch weiterschlief, als ich Milena zu Bett brachte. Und in spätestens drei Monaten hat sich das eh erledigt, weil ich ihn da nicht mehr alleine dort liegenlassen kann. Wie macht Ihr das so mit zwei kleinen Kindern und dem Zubettbringen?

Außerdem anstrengend war es, beide gleichzeitig zu beruhigen, als sie weinten. Es ist schwierig, Milena zu trösten, während ich Arjen stille. Und wenn er außer sich ist, findet unser Sohn es doof, nicht hochgenommen zu werden, aber er versteht wohl kaum, dass das gerade nicht geht, weil in meinen Armen schon ein Kleinkind kuschelt.

Aber naja, es war ja erst der erste Tag heute. Das wird sich alles finden. Hoffe ich.