Eigentlich ging es mir ganz gut heute, obwohl die Lage nach wie vor unverändert ist.

Dann fuhren wir ins Geburtshaus zum CTG. “Ich glaube, er traut sich einfach nicht.” – “Oder traust Du Dich nicht?”

Ach Mist, ich weiß es doch auch nicht. Meist bin ich zuversichtlich, aber es gibt auch immer wieder mal ängstliche Momente. Und die kann ich sicher nicht abstellen. Unser Sohn muss es einfach schaffen, sich trotzdem auf den Weg zu machen!

Wir helfen ihm jetzt mit allen möglichen Mitteln. Ut-Öl, Nelkenöltampons, Nachtkerzenöl, Pulsatilla, Chalophyllum, Akupunktur, Bewegung, Bäder, Wehentee. Und in drei bis vier Tagen dann Rizinusöl. Gute Güte, hoffentlich bleibt mir DAS erspart.

Das CTG jedenfalls zeigte heute ja etwas, was man als ganz leichte, regelmäßige Wehen deuten könnte. Aber es reicht nicht aus, und Renate hat den Verdacht, dass es eventuell auch an meiner Bauchdecke liegen könnte. Die ist einfach zu nachgiebig, gibt zu wenig Halt, so dass das Kind nicht richtig fest ins Becken rutschen und nicht genug Druck nach unten bekommen kann.

Akupunktur machen wir jetzt täglich, Heike hat die üblichen Punkte an den Beinen genadelt, den Kopf zur Entspannung und dann gab es noch zwei Nadeln in die Hände, gegen Angst und Schiss. Und für Freitag habe ich auf Renates Rat einen Termin bei meiner Ärztin, um per Ultraschall nachsehen zu lassen, wie die Plazenta aussieht und ob noch genug Fruchtwasser da ist.

Und falls sich bis Mittwoch nichts tut, müssen wir in einer Klinik vorsprechen.

Alles Mist gerade.

Mein kleines Herz, bitte mach Dich auf den Weg.