Denn so müsste es eigentlich heißen, und nicht Vorsorge.

Und es hinterlässt mich einmal mehr sprachlos, was für ein wichtiger, ja unersetzlicher und bedeutsamer Beruf der der Hebamme ist. Sie begleiten, unterstützen und betreuen in Zeiten, in denen Frauen am verwundbarsten sind und sie meistern diese Herausforderung mit einem großen Maß an Feinfühligkeit, Einfühlungsvermögen und Kraft.

Es ist eine große Katastrophe, mit welcher gesellschaftlichen Geringschätzung diesem Berufsstand heute begegnet wird.

Ich traf Renate am Vormittag im Geburtshaus und vermutlich sah sie mir gleich an, dass etwas nicht in Ordnung war. Und so dauerte es dann auch tatsächlich kaum ein paar Minuten, bis die Tränchen purzelten und ich erzählte, was mir seit ein paar Tagen auf dem Herzen liegt.

Das Gespräch hat so gut getan und ich bin zwar nicht vollkommen gelassen, aber um ein deutliches Stück beruhigter wieder herausgegangen.

Und ein paar ganz handfeste Dinge habe ich nun, die mir Sicherheit geben. Die Gewissheit, dass Renate genau weiß, worauf sie ganz besonders achten muss. Das Wissen darum, dass sie sehr klare Anweisungen geben wird und mein Versprechen, ihr zu vertrauen und aufs Wort zu folgen, was ich allerdings sowieso getan hätte.

Und eine Erklärung für all das Auf und Ab habe ich auch: Mein Körper stellt sich tatsächlich auf die Geburt ein. Das Köpfchen unseres Winterbabies ist in den letzten Tagen ganz fest ins Becken gerutscht (Senkwehen also, keine Vorwehen) und all die Hormone, die damit so einhergehen, lassen meinen Gemütszustand dieses Mal scheinbar nicht unberührt. Ein Glück, meinte Renate, dass das alles nun hochkommt und nicht erst zur Geburt!

Ja, ich versuche immer noch, möglichst wenig daran zu denken, und ja, ich habe immer noch Angst. Aber ich habe jetzt auch, durch das Gespräch heute mit Renate, durch Renés Worte von gestern und nicht zuletzt durch Eure lieben Kommentare, wieder ein wenig mehr Zuversicht.