Schon über vier Wochen sind vergangen seit meiner letzten Vorsorgeuntersuchung – die Zeit ist wirklich verflogen! Mittlerweile bin ich schon in der 26. Schwangerschaftswoche.

Heute habe ich mich wieder mit Renate im Geburtshaus getroffen. Wir haben uns begrüßt, umarmt, ich habe ihr Blümchen zum Geburtstag mitgebracht und wir haben uns dann erst einmal darüber unterhalten, wie es mir geht.

Dann wurden die üblichen Untersuchungen gemacht. Mein Blutdruck ist mit 110/60 ausgesprochen hoch für meine Verhältnisse und mein Gewicht noch immer erfreulich niedrig. (Es steht noch keine Acht vorne!) Ich liebe übrigens die Waage im Geburtshaus: Man stellt sich drauf, bekommt einen furchtbaren Schreck und darf dann zwei Kilo wieder abziehen, weil sie nicht richtig geht, hihi. So macht das Wiegen Spaß!

Es gibt auch Neues von der Wehwehchen-Front: Gestern abend wurde mir schlagartig klar, dass ich eigentlich gar keine Rückenschmerzen habe. Es sind, wenn ich mal genau drauf achte, tatsächlich Schmerzen in immer wieder demselben Punkt im rechten unteren Beckenbereich. Renate hatte direkt eine Idee: Es ist das Iliosakralgelenk, welches eben gerne auch einmal nur einseitig schmerzt. Ihre Empfehlung war, wie ich schon vermutete, ein Besuch beim Osteopathen.

Jetzt hatte ich gestern schon ein wenig herumtelefoniert deswegen und hab das Ganze wegen wirklich horrender Kosten von knapp 300 Euro gleich wieder abgehakt. Bei aller Liebe, auch speziell für diesen Berufstand, aber das ist einfach nicht drin. Heute aber der Tipp, dass ein Osteopath, den ich schon von früher kenne, unter gewissen Umständen auch ein Rzept für Krankengymnastik zur Abrechnung verwenden kann. Ich habe auch gleich einen Termin für kommenden Dienstag bekommen und versuche nun, noch schnell ein solches Rezept aufzutreiben. Gar nicht so leicht in der Ferienzeit…

Sonst jedenfalls geht es mir großartig. Und was noch viel schöner ist: Unserem kleinen Winterbaby auch! Es zeigt allerdings sehr deutlich, dass ihm das Herzton-Hören überhaupt nicht gefällt und stösst und tritt den kleinen Schallkopf immer direkt weg. Außerdem scheint er recht agil zu sein und sämtlichen Platz, den er hat, auch auszunutzen. Manchmal spüre ich ihn ganz weit rechts, dann wieder links, oben oder unten… er erkundet scheinbar schon fleissig.

Wir haben auch, so ganz langsam, angefangen, uns auf die Zeit nach der Geburt vorzubereiten. Wir haben mein bisheriges Arbeitszimmer geräumt – das soll einmal sein Zimmer werden. Oder das Spielzimmer für ihn und Milena, wenn die beiden sich ein Schlafzimmer teilen werden. Und wir haben von Nachbarn eine riesige Kiste mit Jungsklamotten geschenkt bekommen. Sobald wir einen neuen Kleiderschrank haben, werde ich mich einmal ans Sortieren machen.

Schon komisch, all diese klitzekleinen Anziehsachen in den Händen zu halten. Und dann auch noch für Jungs! Alles ist braun und blau, es sind nirgendwo kleine Blümchen drauf. Höchstens mal ein Rennauto. Ich kann es mir, wirklich und wahrhaftig, nicht vorstellen, wie es ist, einen Jungen zu haben. Ich freue mich ganz schrecklich darauf.

Auf der Arbeit habe ich schon angefangen, die Tage bis zum Mutterschutz zu zählen. Gute dreissig sind es noch – das ist doch nichts, oder? Wieso fliegt die Zeit eigentlich so? So komisch es übrigens klingt, aber ich gehe derzeit sehr gerne ins Büro, weil es einfach so erholsam dort ist. Ich kann sechs Stunden sitzen und muss kein Kleinkind ständig hoch- und runterheben. Das tut echt gut und ich geniesse das richtig.

Unglaublich finde ich übrigens auch, dass ich erst vor kurzem noch Posts wie diesen geschrieben habe. Kaum Beschwerden… hach. Aber ich habe das damals schon sehr genossen in dem Bewusstsein, dass es sich bald ändern wird, und so schaue ich nun einfach frohen Mutes in die Zukunft, weil ich weiß, dass mein Körper schon in etwa einem Jahr bald wieder fit sein wird. Und es ist ehrlich gesagt noch alles sehr gut auszuhalten.

Gute drei Monate nur noch… ich freue mich so!