Heute früh also ging es zur Kinderärztin, um endlich, mit zwei Monaten Verspätung (man bekommt einfach sehr schlecht Termine dort) die U 6 machen zu lassen.

Die kleine Wachtel war ein Bund an Fröhlichkeit, bis die Ärztin das Stethoskop auspackte – ab da war jegliche gute Laune hin, und so war ich froh, dass die Untersuchung recht flott verlief.

Erfreulich sind, bei auf den Tag heute genau vierzehn Monaten, 9.2000 Gramm bei 78 Zentimetern Körperlänge und 44 Zentimetern Kopfumfang. Nach wie vor ein Leichtgewicht, aber nicht mehr ganz so arg wie zur U 5.

Weniger erfreulich ist die Bestätigung meiner Befürchtung, dass unsere Tochter einen leichten Nabelbruch hat. So merkwürdig eingedellt sah ihr Bäuchlein in all den letzten Monaten aus. Schmerzen oder Einschränkungen hat sie deshalb aber glücklicherweise nicht und überhaupt ist das wohl nicht ungewöhnlich für Kleinkinder. Der Nabel sei halt einfach so veranlagt, sie hat sich das also nicht irgendwo zugezogen, und wir warten nun einmal ab, wie sich das alles in der nächsten Zeit entwickeln wird. In all meiner Bestürzung in dem Moment habe ich natürlich vollkommen vergessen zu fragen, was wir machen, wenn das nicht von selbst besser wird. Muss man dann operieren? Meine Güte… hoffentlich nicht!

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Derzeit gibt es wieder einen Impfstoff, der einzig und allein Masern impft. Üblicherweise bekommen Kinder heute ja Masern/Mumps/Röteln als Dreifachimpfung gespritzt und einzelne Impfstoffe sind überhaupt gar nicht erhältlich. Mumps halte ich nicht für so gefährlich, dass ich jetzt unbedingt impfen müsste, und Röteln würde ich einem Mädchen so und so nie impfen. Vor Masern allerdings habe ich eine Heidenangst großen Respekt, und so haben wir nun beschlossen, in einigen Monaten, wenn wir die dritte und letzte Fünffachimpfung überstanden haben, mit der Masernimpfung zu beginnen.

Ansonsten hat die kleine Wachtel einen leichten Infekt derzeit. Sie hustet und ist arg weinerlich, mag nicht schlafen, obwohl ihr vor Müdigkeit fast die Augen aus dem Kopf herausfallen. Es mag an den Zähnen liegen – Backenzähne, richtige Fieslinge! – und das erklärt auch das plötzliche Fieber, was sie Freitag und Sonntag hatte. Zum Glück habe ich ja gerade Urlaub, so dass ich mich in Ruhe um sie kümmern kann. Meist geht es ihr ja auch gut, aber es sind halt auch immer mal Stunden dabei, in denen sie selbst nicht weiß, was sie gerade am liebsten will. Wie Falschgeld schleicht sie jammernd umher, will nicht gehalten werden, will nicht, dass ich sie nicht halte. Wenn ich mir aber richtig viel Zeit nehme und ausgiebigst mit ihr spiele, vergisst sie ihre Sorgen und wird meist wieder zu dem fröhlichen, unbeschwerten Kleinkind, als das wir sie kennen.

Dennoch wünsche ich ihr, dass der Zahnschmerz bald überwunden ist. Es muss ein beängstigendes Gefühl sein, wenn sich im Mund etwas so Großes tut, was schmerzt und drückt. Wir haben Chamomilla im Einsatz und zur größten Not liegt auch Paracetamol hier bereit. (Es ist eine Sache, sich zu sagen, mit Medikamenten sparsam umzugehen und eine ganz andere, sein Kind so leiden zu sehen. Ich war letzten Sonntag sehr, sehr froh über diese Zäpfchen, die innerhalb einer halben Stunde jeglichen Schmerz verschwinden ließen.)