Gestern waren René und ich auf der Annakirmes. Die Großeltern waren glücklich über die Zeit mit ihrer Enkelin und so konnten wir zwei so tun, als seien wir spontane, ungebundene Frischverliebte und konnten ganz zeitvergessen, händchenhaltend und alles anstaunend über den Markt schlappen.

Gut, Kirmes ist eigentlich nicht so meins. Ich finde das meiste dort sehr skurril, gelinde gesagt. Die Losbuden, in denen es nur Nepp zu gewinnen gibt, die Damen mit den maskulinen Stimmen, die alles Mögliche bewerben, von jedem Stand andere, schrecklich ohrenbetäubende Musik. Kann es nicht mal eine Kirmes wie vor hundert Jahren geben? Mit Wahrsagern, Tortenwerfen, und Ständen, an denen man schöne, handgefertigte Kleinigkeiten kaufen kann? Na, egal. Wir haben diesen kurzen Urlaub vom Elternsein trotzdem genossen.

Dass ich nach diesen vier Kilometern aber jeden Knochen im Rücken einzeln spüren konnte und kaum noch in der Lage war, mich schneller als im Schneckentempo fortzubewegen, steht natürlich auf einem anderen Blatt und wird hier überhaupt nicht erwähnt.🙂

(Panik! Es geht also jetzt schon los. Und das ist erst die zweiundzwanzigste Woche, wohin soll das führen?)