18 + 2. Neunzehnte Schwangerschaftswoche. Ist das nicht verrückt, wie schnell die Zeit vergeht? Die Hälfte ist nun schon bald geschafft und ich kann es kaum glauben.

Mir geht es noch immer richtig gut. Es fängt zwar langsam an, kräftig im Rücken zu ziehen, sobald ich etwas hebe, aber damit lässt sich noch ganz gut leben. Ich genieße meine noch immer erstaunlich hohe Beweglichkeit, freue mich, dass ich problemlos die Knie ans Kinn anwinkeln oder im Schneidersitz sitzen kann und finde es unheimlich gut, auf der Couch zu liegen und nicht ein kleines Zipperlein zu haben.

Ich spüre unser Kind, unseren kleinen Jungen, immer häufiger. Ein paar Mal pro Tag klopft es vorsichtig von innen gegen die Bauchwand und ich stelle mir vor, wie er dort strampelt und turnt. Das konnte ich in den letzten Wochen auch schon so oft im Ultraschall sehen! Wunderhübsche Füße und Hände, putzmunter und ständig in Bewegung.

Beim Arzt war ich ja nun leider öfters in letzter Zeit. Trotz der nach wie vor ungeklärten Blutungen geht es mir aber gut und ich genieße meine “Schonzeit”.

Was mir besonders gut gefällt, ist, dass wir schon einen Namen für den kleinen Menschen haben. Es tut gut, mir vorzustellen, dass dieses kleine Wunder einen so schönen Namen bekommen wird, der irgendwie genau richtig klingt. Ich kann die Augen schließen und daran denken, dass ich ihn bald so ganz richtig im Arm halten werde, genau ihn, nicht irgendein anderes Baby. Unseren Sohn. Unglaublich, oder?

Meine Figur sieht übrigens noch immer nach zwei Monaten weiter aus, als sie eigentlich ist. Aber das ist wohl wirklich normal, wenn die Abstände zwischen den Kindern so kurz sind. Und ehrlich gesagt finde ich es nicht schlecht, weil mir so im Bus immerhin schon Sitzplätze angeboten werden, wenn ich mich abgekämpft mit Tasche, Buggy, Milena und irgendwie chronisch einer Hand zu wenig nach Hause schleppe. Man muss es einfach positiv sehen!

Positiv bin ich übrigens sehr, in jeder Hinsicht. Ich mache mir trotz der häufigen Arztbesuche keine Sorgen, ich bin nicht ängstlich. Ich fühle mich so richtig, so wohl mit allem, und obwohl ich von allen Seiten immer nur ungläubige Blicke ernte, wenn ich antworte: “Nein, das war kein Unfall.” bin ich sehr optimistisch und gelassen, wenn ich an die ersten Wochen mit dem neuen kleinen Menschen denke. Ja, es wird wohl anstrengend werden, aber wir schaffen es, natürlich.

Ich bin einfach so froh und dankbar. So voller Vorfreude.