Heute waren es um 10:00 schon 30° im Schatten.

Da waren wir schon seit vier Stunden wach, haben die Spülmaschine ausgeräumt, Ordnung gemacht, die kleine Wachtel geduscht, Wäsche aufgesetzt und waren eben auf dem Rückweg vom Baumarkt, wo wir ein hölzernes Schaukelgerüst für den Garten erstanden haben. Nicht, ohne eine gefühlte Ewigkeit auf einen Mitarbeiter zu warten und nicht ohne uns an der Kasse die Beine erneut in den Bauch zu stehen, weil die Schaukelanker nicht ausgezeichnet waren und dies vermutlich ein Fiasko fürs Kassensystem bedeutet hätte.

Alles ins Auto also, den Kindersitz umbauen und schnell nach Hause, damit René anfangen konnte, das Gerüst aufzubauen und ich dann “schnell nochmal eben” zum Supermarkt konnte.

Dort holte es mich dann irgendwie ein. Der Laden überfüllt, ein Gedränge und Geschiebe und ich, quälend langsam, mittendrin. An der Kasse muss ich einen sehr überforderten Eindruck gemacht haben, denn ich war froh, als die Kassiererin mich kurz ansah und mir dann auftrug: “Jetzt machen wir uns das Leben leichter! Kindersitz auf und da die Erdbeeren rein.” und ich funktioniert einfach. Kindersitz auf, Erdbeeren rein, den ganzen Rest in den Wagen und zum Auto damit. Innerlich gerade schwankend zwischen Heulkrampf und Heiterkeit.

Dann noch Getränke kaufen und nein, es war niemand in der Nähe, um mir bei den Kästen zu helfen. Also für jede Flasche einzeln bücken, sie in den Einkaufswagen stellen und dann den leeren Kasten hinterher. Dasselbe Spiel noch einmal, um alles ins Auto zu bekommen. Und die ganze Zeit diese drückende, brennende Hitze, in der jede Bewegung in Zeitlupe abläuft.

Zu Hause dann ausräumen, Wäsche aufsetzen, Erdbeeren schneiden und Pudding zu Mittag kochen. (Etwas anderes geht bei dem Wetter nicht.) Milena füttern, wickeln, ins Bett bringen.

Und dann, endlich, endlich, mal fünf Minuten Pause machen. Aufhören zu funktionieren. Warmen Pudding mit Erdbeeren essen und die Kühle im Haus genießen. Staunen, was die Männer in der Zwischenzeit aus dem großen Paket Holz und Schrauben gezaubert haben und die erste Erdbeerernte meines Lebens einholen.

Sie ist nicht groß, aber sie entschädigt für diesen anstrengenden Tag.

Sie und die wundervolle Schaukel, die da nun in unserem Garten steht und auf ihren Einsatz wartet.