Fünf Tage habe ich nun gearbeitet, nach über vierzehn Monaten der Zeit daheim.

Der erste Tag fiel mir sehr schwer. Die kleine Wachtel bei der Tagesmutter abgeben war in Ordnung, das hatten wir ja all die vergangenen Wochen geübt. Der Vormittag im Büro war auch ok – es gab ja so viele Kollegen zu begrüßen, so viel zu plaudern und zu besprechen. Doch die zwei Stunden am Nachmittag zogen sich böse in die Länge, und ich hetzte in die Bahn, in den Bus und joggte dann beinahe zur Tagesmutter, um Milena dann mit Tränchen in den Augen endlich wieder zu sehen.

Der zweite Tag lief besser. Am Vormittag kam eine unheimlich liebe SMS von der Tagesmutter: “Sind am Spielplatz, backen Sandkuchen und sind fröhlich!” Das erleichtert das Herz und zaubert ein Lächeln auf’s Gesicht.

Am dritten Tag hatte ich mich wieder einigermaßen in meine Arbeitsgebiete eingefunden, alles lief etwas routinierter ab.

Der vierte Tag war der, an dem ich endlich einmal durchgehend etwas halbwegs Wichtiges zu tun hatte. So vergeht die Zeit schneller und man kommt sich nicht so sinnlos vor.

Und heute schließlich war der erste Tag, an dem ich acht Stunden von zu Hause arbeiten durfte. Das klappte eigentlich besser als erwartet. Die kleine Wachtel schlief eine Stunde und sonst war sie unheimlich gut gelaunt und spielte eine Weile für sich allein. Meinem Kollegen verriet ich, dass ich aber trotzdem nur auf etwa 20% laufe, woraufhin er meinte: “Na und? Kollege xy läuft kontinuierlich auf 1%.”

Alles halb so wild also, und es tut unheimlich gut, dass ich derzeit keinen starken Leistungsdruck auf der Arbeit habe. So kann ich ganz gemütlich ein wenig vor mich hin schaffen.

Alles in allem klappt es besser als erwartet, und ich bin zuversichtlich für die nächsten paar Wochen. Im August habe ich ja dann auch erstmal zwei Wochen frei, weil die Tagesmutter dann Urlaub hat. Wir werden es, denke ich, alles ganz locker über die Bühne bringen. (Und dann ist ja auch schon bald Oktober!)