Komisch ist das.

Heute früh über den menschenleeren, unheimlich langen und noch fast im Dunkeln liegenden Gang zu schleichen. Und jetzt hier im Büro zu sitzen, noch keinen richtigen Plan, was meine Aufgaben sind (was für Aufgaben bekommt man, wenn man eh nur vier Monate hier ist?!) und vor allem die Minuten zählend, bis ich endlich in die Bahn hechten darf, um meine Tochter abzuholen. Die Zeit kommt mir, obwohl es  ja “nur” sechs Stunden sind, gerade unglaublich lang vor.

Komisch ist das, echt. Und gerade gefällt es mir überhaupt nicht.

Ich mache mir Sorgen, frage mich, ob die kleine Wachtel gerade schläft oder nicht, ob sie heute gut gegessen hat, was der Schnupfen und der doofe Husten machen, ob sie schön gespielt hat und ob es ihr gut geht. Und ich fluche, weil ich von der Arbeit aus allermindestens noch eine halbe Stunde bis zur Tagesmutter brauche.

Irgendwie kommt mir das alles gerade ein bisschen sinnlos und blöd vor.