Heute ist der 05.05.2010 – der Tag, an dem die deutschen Hebammen bundesweit zu Demonstrationen aufgerufen haben.

Die kleine Wachtel und ich waren natürlich auch vor Ort, und zwar auf der Kölner Domplatte.

Wir trafen uns mit den Hebammen des Geburtshauses Bonn am Bahnhof und fuhren gemeinsam mit dem Zug zur Demo. Ich sah viele gute Bekannte wieder – Frauen aus den verschiedensten Kursen, die ich im Geburtshaus gemacht habe, Hebammen, die ich mit der Zeit liebgewonnen habe und als besondere Freude für mich war auch Renate mit dabei.

Und in Köln war überraschend viel los. Ich schätze, es waren an die Tausend Menschen dort, Babies und Kleinkinder nicht mit eingerechnet (es wimmelte von ihnen!) Viele Hebammen kamen zu Wort und schilderten ihre Notlage, baten und Hilfe und darum, die Petition im Deutschen Bundestag zu unterzeichnen. Das geht übrigens ganz einfach: Registrieren, unterzeichnen, fertig.

Es werden 50.000 Stimmen benötigt, damit die Hebammen eine Sprecherin in den Bundestag entsenden dürfen, die dann dort die Situation schildern kann.

Fotos habe ich heute leider keine gemacht – es war ein langer Ausflug, ich hatte die kleine Wachtel die ganze Zeit im Ergo und wollte nicht zusätzlich das Gewicht der Kamera mit mir herumschleppen. Aber wie es sich für eine ordentliche Demonstration gehört, war natürlich das Fernsehen auch vor Ort: WDR berichtet heute abend in der Lokalzeit. Gestern gab es übrigens auch schon einen Bericht, den man sich hier noch einmal ansehen kann. Dort wird auch noch einmal erklärt, worum genau es geht. (Das steht natürlich auch hier bzw. im Text der Onlinepetition.)

Wenn Ihr je die Hilfe einer Hebamme in Anspruch genommen habt und, so wie ich, dankbar und voller Respekt für eine so harte, zehrende und kräfteraubende Arbeit seid, dann nehmt Euch fünf Minuten Zeit und unterzeichnet.

Eine goldene Nase verdient sich keine Hebamme in Deutschland – im Gegenteil, die meisten arbeiten wohl aus purem Idealismus. Aber leben können müssen sie schon von ihrem Einkommen!