Heute beginnt die zehnte Schwangerschaftswoche. Schon die zehnte! Ein Viertel ist bald geschafft. Ist das nicht Wahnsinn?

Und mir geht es richtig gut. Die Müdigkeit hat mich nicht mehr so fest im Griff, was vielleicht auch daran liegt, dass ich die tägliche Dosis Utrogest halbiert habe. Ich nehme nun nur noch vorm Schlafengehen zwei Kapseln, so dass die Müdigkeit mich trifft, wenn ich sowieso schlafen kann – praktisch! Außerdem versuche ich konsequent, mit Milena zusammen Mittagsschlaf zu halten. Sobald ich dann aber auch liege, fallen die Augen zu und ich bin sofort im Tiefschlaf, aus dem ich nur ganz schwer wieder erwache. Erholsam ist es trotzdem.

Übel ist mir auch nur noch selten, und falls ja, dann hilft immer ein Brot mit Nutella. Nutella geht einfach immer. (Habe ich letztens gesagt, Joghurt mit gefrorenen Himbeeren wäre das Leckerste, was es gibt? Alles Blödsinn, es ist natürlich Nutella.)

Ich weiß nicht, ob mein Bauch tatsächlich schon gewachsen ist oder ob ich bloß aufgehört habe, ihn einzuziehen. Eine Freundin meinte jedenfalls am Wochenende, sie hätte sich schon gedacht, dass ich schwanger sei – man sehe es. René aber beharrt hartnäckig auf Letzerem. Püh.

Und gedanklich ist alles auch ein wenig näher gerückt. Ich kann es so langsam glauben. Es ist bei mir angekommen.

Dennoch gibt es jeden Tag immer wieder Momente, in denen ich ganz überrascht innehalte und mir selbst sage: Ja, stimmt ja, wir bekommen ein Kind! Und ich freue mich wie verrückt.

Wenn ich ein paar Minuten Zeit habe, denke ich aus Spaß schon über Namen nach. Oder frage mich, was wir eigentlich alles kaufen müssen. Und ich habe angefangen, ein winziges Schlafsäcklein zu stricken, aus wunderbar weißer Schurwolle.

Ich beschäftige mich einfach mit der Vorstellung, bald zu viert zu sein. Und ich merke: Ich bin voller Optimismus. Voller guter Hoffnung, voller schöner Zukunftsträume.