• Mein kleines Mädchen wird groß. Heute saß sie beim Einkaufen das erste Mal im Kindersitz des Einkaufswagens und hat an der Wursttheke direkt ein Scheibchen Fleischwurst abgestaubt. So süß! Und ich freue mich so sehr über ihre kleinen und doch riesigen Fortschritte, dass gar keine Zeit mehr für Schwermut bleibt. Mit jeder neuen Entwicklung legt sie schließlich ein Stückchen Babysein ab. Aber ich freue mich!
  • Gefüttert werden mag die kleine Wachtel überhaupt nicht mehr. Brei hat also keine Chance. Die Leberwurstbrote aber sind großartig, genau wie alles andere, was man selbst mit kleinen Fingern greifen und zielgerichtet ins Schnütchen befördern kann. Und es ist so zuckersüß, wie sie erst “Hmmmm!” macht und sich dann selbst applaudiert.
  • Überhaupt – Milena ist großartig. Nach wie vor ist sie ein Ausbund an Fröhlichkeit. Sie macht es uns so leicht, schenkt uns so viel. Ich liebe dieses Kind abgöttisch.
  • Was gibt es sonst so Neues? Nicht viel. Unser Garten gleicht nach wie vor einer Staubwüste – der Rasen verspätet sich. Vermutlich haben alle Leute zur Zeit Rasen bestellt und wir sind die Dummen, die warten müssen. Es ist schade, weil das Wetter gerade so traumhaft ist und wir schon so schön im Grünen sitzen könnten. Aber wozu leben wir denn in dieser Siedlung? Ich lade mich einfach jeden Nachmittag bei einer anderen Nachbarin selbst ein.
  • A propos Nachbarn. Gestern abend waren René und ich auf einer Geburtstagsparty hier in der Siedlung. Es hat keine drei Minuten gedauert, ehe alle Bescheid wussten. “Wie, Cola? Wieso denn kein Alkohol, Du stillst doch nicht mehr!” Tja, was soll man hierauf auch Unauffälliges antworten? Aber ich habe mich sehr über all die Glückwünsche gefreut. Und, was mich besonders berührt und an meine letzte Schwangerschaft erinnert hat, war das “Alles Gute!” zum Abschied, von einer Frau, die ich kaum kannte. Das habe ich damals schon so genossen. All die guten Wünsche, all die Rücksicht, die auf einen genommen wurde. (Das eine Mal ausgeklammert, in der ich hochschwanger erst zwanzig Minuten neben der vollbesetzten Bank stehen musste und dann in der Bahn keinen Sitzplatz abbekommen habe.)
  • Sonst geht es mir prächtig. Etwas flau ist mir nach wie vor recht häufig, Kaffee zum Beispiel geht auch nicht mehr. Genau so wie Baden mit der kleinen Wachtel, die dabei schön planschend auf meinem Bauch sitzt. Und manchmal knipst mich einfach jemand aus – so wie heute nachmittag, als ich eine Stunde Komaschlaf auf der Couch brauchte. Aber sonst geht es mir erschreckend normal.🙂
  • Ich habe mich noch gar nicht für all Eure lieben Kommentare und guten Wünsche bedankt. Ich habe mich so sehr darüber gefreut und jeder einzelne bringt mich zum Lächeln. Es ist doch verrückt, oder? Menschen, die sich persönlich nicht kennen, und dennoch bedeutet es mir so viel. Danke, all Ihr Lieben!