Im Laden stehen, erschlagen von der Vielfalt, und im Kopf bereits hundert Ideen, was man hieraus alles zaubern kann.

Ein Garn dann aussuchen und zu Hause tagelang drumherum schleichen, ein bisschen noch die Vorfreude genießen und in Gedanken die Idee ausfeilen.

Das Muster auf Papier betrachten, unsicher, zögernd, um die Schwierigkeit wissend.

Irgendwann dann einfach anfangen, jede einzelne Masche langsam, sorgfältig, sehr genau.

Alles wieder auflösen, weil es zu viele Fehler waren.

Aus diesen aber lernen, von vorne beginnen, schon zügiger, sicherer.

Langsam Reihe um Reihe schaffen, bis das Muster sich leise zu erkennen gibt, mit jeder Masche deutlicher wird.

Immer schneller geht es von der Hand, immer schneller wächst das Stück, immer sicherer wird man.

Irgendwann das schöne Gefühl, es verstanden, begriffen zu haben.

Dann der Kampf mit der Routine, eine große Durststrecke. Durchhalten!

Und schlussendlich die letzten Stiche, die letzten paar Handgriffe. Die große Spannung auf das fertige Stück, und die Genugtuung, es endlich – vollendet – in den Händen zu halten.