Ich brauche eine Pause.

Zwischen Schwimmen, Briefe schreiben, Sachen besorgen, in die Stadt gehen, zum Frühstück verabreden, Arztterminen, einem Schulbesuch mit Vortrag über meinen alten Beruf, Geburtstagen, Hausarbeit, Gartenplanung, Rechnungen bezahlen, Einkaufen, und tausend anderen Dingen hänge ich gerade irgendwo zwischendrin.

Es gab eine Zeit, in der ich froh war, jeden Vor- und jeden Nachmittag etwas vor zu haben, weil Milena draußen immer viel entspannter war als daheim. Die Stunden hier langweilten sie, ich wurde zur genervten Dauerbespaßerin und so flüchteten wir in Unternehmungen, was uns beiden sehr gut tat.

Mittlerweile hat sich die Situation allerdings geändert – Milena ist gerne daheim, vergnügt spielt sie auf dem Wohnzimmerteppich, untersucht alles und jeden, plappert munter vor sich hin – und ich hätte die Gelegenheit, ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Aber da sind die ganzen alten eingegangenen Verpflichtungen, Verabredungen. Ich habe das Gefühl, dass ich hinterher hetze. Dass ich nie genug Zeit für irgendetwas habe. Dass ich ständig organisiere, um alles möglichst rational zu machen und so im Endeffekt wieder ein bisschen Zeit (für mich) einzusparen.

Ich denke, ich muss ein wenig kürzer treten.

Ich wünsche mir einen Tag, an dem ich nichts vorhabe. An dem Milena und ich zu Hause bleiben können, vielleicht ein Mittagsschläfchen halten, und ansonsten nur spielen und rumquaken.

Einfach Pause machen.

Diese Woche ist leider schon total verplant, aber für nächste Woche nehme ich mir vor, mir nichts vorzunehmen.