Ich hatte ja schon erwähnt, dass die kleine Wachtel auf Brei steht. Sobald der Löffel in ihrem Sichtfeld erscheint, fixiert sie selbigen, wird auf einmal ganz ruhig und ihre Augen werden groß. Gierig sperrt sie ihr Schnäbelchen auf und verspeist ganz zielsicher und ohne großes Kleckern ihre kleinen Portiönchen. (Und das ist nach nur einer Woche nun immerhin schon ein ganzes Gläschen – wer hätte gedacht, dass unser kleiner Spargeltarzan solch ein Nimmersatt ist.)

Ihr ist die Freude richtig anzumerken, und das hat es geschafft, mir den letzten Rest Zweifel und Unwohlsein auch zu nehmen.

Vertragen tut sie die feste Kost im Prinzip auch gut. Sie spuckt nichts aus, hat keine Magenschmerzen. Einzig der Po ist leuchtend rot.😦 Daher haben wir die Möhrchen kurzerhand aus dem Speiseplan verbannt, sind eben einkaufen gefahren und haben dann für Milena etwas Leckeres selbst gekocht. Und ich sage nicht nur lecker, das war es wirklich! Bislang hatten wir ja nur Gläschen gemacht, und seien wir mal ehrlich, die schmecken wie Matschepampe.

Eben habe ich also Kartoffeln gekocht und zusammen mit Zucchini und Rapsöl zu einem echt schmackhaften Brei püriert. Und ich habe mich irrsinnig gefreut, als es der kleinen Wachtel so geschmeckt hat!

An den Abenden geben wir ihr nun mit Wasser angerührten Brei – Vierkorn, Hirse oder Gries hätten wir zur Auswahl – und ich möchte nun auch langsam anfangen, etwas Obst dazu zu geben. (Falls jemand noch eine andere Idee für die Abendmahlzeiten hat, dann aber bitte immer her damit! Arg begeistert bin ich nämlich von dem angerührten Brei nicht, aber mir fehlt derzeit noch die passende Alternative.)

Außerdem haben wir eben noch Dinkelstangen besorgt, auf denen sie zwischendurch herumkauennuckeln kann.

Und natürlich stille ich weiter nach jeder Mahlzeit sowie morgens und zahlreiche Male auch nachts.

Alles in allem ist das eine richtig gute Lösung, finde ich, und mein Herz macht kleine Hüpfer, weil wir der kleinen Wachtel etwas Neues zeigen konnten, was ihr offensichtlich so eine Freude bereitet.