Und das im absolut positiven Sinne! Wir haben die kleine Wachtel um halb acht zu Bett gebracht und dann sind wir erst um halb zwei (!) von ihr geweckt worden – und zwar durch’s Babyphon, weil wir zwei alten Leute auf der Couch eingeschlafen sind. Oben hab ich sie gestillt und dann schlief sie bis fünf Uhr (!!) durch und dann noch einmal bis viertel nach acht (!!!).

Wirklich, was für eine Nacht für jemanden, der es gewohnt ist, seit Monaten ab Mitternacht stündlich geweckt zu werden. Ich fühle mich so ausgeruht und ausgeschlafen wie schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr.

Die Frage ist nun bloß: Woran lag das heute nacht, dass Milena so friedlich, tief und fest schlafen konnte? War das nur ein Zufall? Oder haben wir ganz unbeabsichtigt irgendetwas anders gemacht? Irgendetwas, was sie bislang vielleicht gestört oder immer wieder geweckt hatte?

Natürlich sind unsere Nächte derzeit etwas anders als in den ganzen Monaten vor der OP. Beispielsweise kann ich sie für das nächtliche Stillen noch nicht selbst von einer auf die andere Seite legen, das hat René gemacht. Und da wir ja beide selig auf der Couch schliefen, haben wir sie auch nicht geweckt, als wir ins Bett nachkamen – ich denke, dass sie daher bis um halb zwei schlafen konnte, das also der (natürliche) Zeitpunkt war, an dem sich ganz deutlich ihr Hunger meldete. Ja, und außerdem haben wir sie heute nacht, aus Angst, dass sie mir in den Bauch treten könnte (schließlich ist unser Bett nur 1,40 breit – da ist nicht viel Spielraum), nach jedem Stillen in ihr Babybett zurückgelegt (welches ohne Gitterstäbe direkt an unsere Matratze grenzt).

Vielleicht stören wir uns ja wirklich nachts gegenseitig und es liegt einfach daran, dass sie auf ihrer kleinen Seite des Bettes, also im Babybett, ruhiger schlafen kann. Und es ist natürlich auch nicht so heiß, wenn sie nicht in meinen Armen schläft. Schließlich trägt sie einen dünnen Schlafanzug, einen dünnen Schlafsack und liegt auch noch unter unserer Decke. Vielleicht sollten wir auch den Schlafanzug generell mal weglassen und nur auf Langarmbody und Schlafsack umsteigen.

Achja, und natürlich haben sie diese Nacht überhaupt keine Blähungen gequält. Kein Stöhnen, kein unruhiges Werfen von links nach rechts, kein Strampeln und Fuchteln im Schlaf. Und woran das nun liegt? Keine Ahnung! Ich vermute hoffe, dass sich ihre kleiner Körper vielleicht nun endgültig “richtig” eingestellt hat und ihr Darm sie nicht mehr so plagt. Wir hatten in den letzten Wochen wirklich alles Mögliche probiert, um ihr (und auch uns) die Nächte dahingehend zu erleichtern: Bauch- und Fußreflexzonenmassage, Magentee (den sie nie getrunken hat, weil sie damals noch nicht aus der Flasche trinken konnte), Kümmelzäpfchen, Stillen im Sitzen statt im Liegen (das war ätzend… ich wurde jedesmal richtig wach dabei statt wie im Liegen vom Halbschlaf aus einfach weiter schlafen zu können). Einzig Sab Simplex und Konsorten haben wir nicht ausprobiert – das war mir irgendwie zu heftig für das kleine Körperchen. Und schließlich war Milena auch diejenige von uns, die mit den unruhigen Nächten das geringste Problem hatte – sie wurde ja überhaupt nie wach dadurch. Sobald sie unruhig wurde (wie gesagt, stündlich), habe ich sie gestillt, wobei ihr oft auch das Nuckeln an sich gereicht hat (aber ein Schnuller durfte es auch nicht sein), und das hat ihr dann direkt wieder in den tiefen Schlaf geholfen.

Also – alles in allem habe ich einige Vermutungen, bin aber überhaupt nicht sicher. Ich bin gespannt, wie die folgenden Nächte werden und hoffe für uns alle drei, dass es vielleicht sogar so bleibt!