Heute vor fast 500 Tagen…

Teil 2 des Familienosterbrunchprogramms. Es war schön, aber nein, haha, es werden keine Zwillinge.

Zu Hause erneut kleiner Zusammenbruch, nebenhöhlentechnisch. Matschbirne, Gliederschmerzen und die Entzündung ist eben auch zurück.

Ich bin, jetzt da das Ziel in Sicht ist, einfach am Ende. Seit über vier Jahren bin ich ununterbrochen schwanger oder stillend, mit Ausnahme der drei Monate nach meiner Fehlgeburt, in der ich den seelischen Schmerz verarbeiten musste. Ich tanze auf so schmalem Grat, dass ich keine Beschwerden mehr ignorieren kann. Tut mir der Rücken weh, bin ich ganz Rücken und nichts anderes mehr, kann es nicht ignorieren. Bin ich erkältet, bin ich das zu hundert Prozent und kann es nicht auf die leichte Schulter nehmen (Männerschnupfen quasi). Und mit all den Vorwehen in letzter Zeit bin ich oft einfach nur noch Bauch und Unterleib. Es hängen noch irgendwo Arme, Beine und ein Kopf mit dran, aber mein Gefühl konzentriert sich auf die Körpermitte.

Kleine Dinge und körperliche Ungereimtheiten genügen einfach, um mich völlig aus der Bahn zu werfen – ich habe im Moment keine Kraft mehr, das irgendwie auszugleichen.

Drei Kinder in drei Jahren – Hardcore, das habe ich schon öfters zu hören bekommen. Und ja, mittlerweile nicke ich nur noch, es IST Hardcore. Damit meine ich nicht den geringen Altersabstand der Kinder, das finde ich nach wie vor super. Es ist toll, sie so nah beieinander zu haben, sie so miteinander aufwachsen zu sehen. Ich finde auch die Arbeit, die man mit drei so kleinen Kindern hat, überschaubar. Das macht mich alles nicht fertig. Es ist die körperliche Belastung für mich, die mich so ans Limit treibt. Ich hatte nie Gelegenheit, mich richtig zu erholen, meine Reserven aufzufüllen. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass das nötig sei, aber im Moment merke ich einfach, dass nicht mehr viel geht. Ich habe nie so viele Arbeiten abgegeben wie derzeit. Ich habe nie auf der Couch gesessen und nichts getan, während andere um mich herum beschäftigt waren. Jetzt tue ich es.

Ich sehne dieses Kind herbei. Gar nicht so sehr, weil ich es endlich halten, sehen, spüren möchte. Damit hätte ich noch Geduld. Aber die körperliche Situation zerreißt mich im Moment. Schließlich steht mir auch noch eine Geburt bevor, es wäre nicht verkehrt, wenn ich dafür noch ein wenig Kraft über hätte. Wobei ich ja eigentlich weiß, dass man Unmengen an Energie mobilisieren kann, wenn es nötig ist. Aber je weniger Kraftreserven ich habe (und wie gesagt, sie sind erschöpft), desto länger werde ich nach der Geburt zu Erholung brauchen.

Und Erholung ist wirklich das, was ich brauche.

Es wird Zeit.