Nee, wirklich nichts Neues. Zumindest nicht großartig, die üblichen kleinen Alltagsdinge gäbe es natürlich schon zu erzählen. Im Moment kommen sie mir gar nicht so festhaltenswert vor, aber ich denke, dass ich irgendwann gerne einmal zurücklesen möchte und dann sollen da nicht nur Strickfotos und sonst nichts zu sehen sein.

Das Winterkind bekommt mit dreizehn Monaten sein zweites Zähnchen (oben rechts) und gestern gab es die erste Fünffachimpfung. Hat er weggesteckt wie ein echter Kerl, nur das Spritzen selbst war ihm nicht geheuer. Zum Glück hab ich schon Erfahrung und hatte Gummibärchen dabei.

Die kleine Wachtel ist großartig, so verschmust wie nie und was sie so an Sprüchen loslässt, passt im Moment wirklich auf keine Kuhhaut.

“Mama, ich werde Dich immer lieb haben!” (Aus heiterem Himmel, einfach so. Gott war das süß!)

“Schau mal Mama, Igelmatsch!” beim Zeigen auf eine am Boden liegende, aufgeweichte Kastanienschale.

“Mama, Du wirst immer dicker!” (Danke, Schatz.)

“Mama, Mama, über mich ist eine Leberlaus gelaufen!” (Ganz verschreckt. Sonst frage ich nämlich immer, ob ihr eine Laus über die Leber gelaufen ist…)

“Fröhöliche Weihnacht überall, tönet durch die Lüfte, Überschall!”

Zu lachen haben wir im Moment jedenfalls genug.

Sonst geht es so lala. Ich weiß, es nervt, aber mein Rücken macht den Abgang. Mittlerweile bin ich froh, wenn ich morgens aufstehe und wenigstens eine halbe Stunde habe, in der ich ihn nicht bemerke. Aber Alltag am Morgen heißt eben auch, zwei kleine Kinder fertig machen und das geht einher mit viel Herumlauferei und viel Heben und Tragen – das wirkt sich sofort aus. Aber ich habe vor kurzem beschlossen, nun endlich mal etwas dagegen zu tun. Habe Manuelle Therapie verschrieben bekommen, sechs Sitzungen insgesamt, die alle sehr schön und angenehm, nur leider nicht nachhaltig sind. Heute mittag bekomme ich eine Watsu-Behandlung von derselben Hebamme wie am Tag vor Arjens Geburt. Damals hat es Wunder bewirkt, heute zweifle ich, ob das auch gegen Rückenschmerzen hilft? Maßnahmen, die auf Dauer keine Linderung schaffen, sind zwar nett und angenehm, aber im Endeffekt leider sinnlos.

Nunja, ich weiß ja, das letztendliche alleinige Heilmittel wird eine Geburt sein. April, bitte komm rasch…

Als ich die Tage zu fertig deswegen und bei meiner Frauenärztin war, bot diese mir ein eingeschränktes Beschäftigungsverbot ab nächster Woche an. Ich werde das Angebot wohl annehmen – vier Stunden täglich arbeiten wird auf jeden Fall weniger stressig sein als acht und ich hätte so einmal eine Pause zwischen Büro und Kinder abholen.

Tja, und sonst gibt es irgendwie nix. Alltag halt. Augen zu und durch. Noch gute fünf Wochen zum Mutterschutz.