… sind manchmal die Blicke und Kommentare, die ich, mit Klein(st)kind auf dem Arm und Babybauch, so bekomme.
Gestern waren wir auf dem Sommerfest bei Milenas Tagesmutter – ein wunderwunderschöner Tag! Es gab ein Planschbecken, einen Sandkasten und Fische-Angeln, Muscheln-Sieben, Dosenwerfen und Kreidebild-Malen für die Kinder. Dazu einen schattigen Garten und einfach unheimlich liebe, warme und offene Menschen, mit denen wir eine unglaublich angenehme und entspannte Zeit hatten.
Und natürlich kam das Gespräch auch auf unseren Nachwuchs und etwas zögerlich erzählte ich, dass ich ehrlich gesagt überwiegend negative Kommentare bekomme, was den Altersabstand unserer Kinder angeht.
Tatsächlich ist es so, dass kaum jemand die Freude und das Glück, was ich empfinde, nachfühlen kann. Die meisten schauen ungläubig, schütteln den Kopf und warnen mich dann vor all der Anstrengung, dem Stress und der schweren Zeit, die mir bevor steht. Nicht selten die leicht geschockte Frage, ob das so geplant gewesen sei oder doch sicher ein Unfall war?
“Du wirst auch noch erleben, wieviele Nerven man mit zwei Kindern lässt!” erklingt es oft von oben herab, macht mich so winzig und unerfahren. Mein Optimismus wird zur Naivität erklärt, meine Freude zum Idealismus und meine Gelassenheit zum Beweis meiner Unwissenheit.
Den Fehler, von meinen weiteren Wünschen für die Zukunft zu erzählen, begehe ich dann in der Regel schon gar nicht mehr.
Meist stehe ich drüber. Gehe nicht weiter darauf ein, versuche nicht, mich zu erklären, sondern wechsle gekonnt das Thema und vergesse es. An manchen Tagen zieht es aber irgendwie an mir und ich werde traurig. Fühle mich fast wie eine Außerirdische, weil ich mich nicht an den scheinbar irgendwo festgemeißelten Abstand von mindestens zwei Jahren halte. Und bin einfach betrübt, dass der Wunsch nach vielen Kindern tatsächlich so selten, ja fast schon anstößig ist.
Kaum jemand sieht das Schöne daran und kaum jemand versteht, wie wenig man doch eigentlich all das planen kann. Es heißt beispielsweise oft, dass die Eifersucht unter den Kindern groß ist, je kürzer der Altersabstand ist. Doch wie will man das vorher wissen? Es kann doch mindestens ebenso wahrscheinlich alles anders kommen? Jedes Kind ist eine eigene kleine Persönlichkeit mit ihren eigenen Vorlieben, Wünschen und Abneigungen. Wie kann man also ernsthaft glauben, man vermeide Eifersucht, wenn man etwas länger wartet?
Und jede Phase, die ein Kind durchlebt, fordert einen als Elternteil. Wie kommt es dann, dass so viele Menschen nur die erste, anstrengende Zeit sehen und mich davor warnen, wie unglaublich zehrend das Leben mit zwei kleinen Kindern sein wird?
Wieso also sehen so viele als erstes nur das potentiell Negative?
Meiner eigenen Freude tut all dies keinen Abbruch. Es betrübt mich nur, ganz allgemein, dass sie meist ungeteilt bleibt.
Umso mehr genieße ich Tage wie gestern, an denen ich das Strahlen in den Augen meines Gegenübers sehen kann und ein ums andere Mal gesagt bekomme, wie unglaublich toll es ist, wenn die Kinder so altersnah geboren werden.
Ja, unglaublich toll wird es werden, da bin ich sicher! Und aller Anstrengung fühle ich mich gewachsen.
19. Juli 2010 at 07:22
Ich verstehe gut, dass dich das traurig macht. Irgendwie sieht die Mehrheit der Menschen in diesem Land Kinder nur als etwas, das Lärm, Arbeit, Mühe macht und Geld kostet. Und je mehr Kinder und je enger beieinander, desto schlimmer. Das haben wir schon ganz stark beim Dritten gemerkt – zwei bitteschön noch, da ist man tolerant, aber drei? Kann nur ein Unfall sein – oder völlige Naivität. Oder Absahnen des üppigen Kindergeldes (haha …) – unsere Großen sind nur knapp zwei Jahre auseinander und verstehen sich prächtig. Sicher, sie sind auch eifersüchtig, aber das sind Kinder jeden Alters. Mental jedenfalls sind sie so nah beieinander, dass es morgens oft Tränen gibt, wenn der eine in die Schule und die andere in den Kindergarten muss. Ich weiß darüber hinaus auch nicht, warum alle Menschen zuerst das Schlechte in einer Situation sehen und das auch noch episch ausbreiten müssen – mir geht das gerade genau so. Alle erzählen mir, dass das ja nun gar nicht geht – Arbeiten mit drei Kindern, und wie höllisch anstrengend das sicher sei. Nirgendwo ein “Du schaffst das” oder “Wie schön, dass du das machst!” Insofern: Du schaffst das!!
(sorry für den langen Kommentar …)
20. Juli 2010 at 08:48
Ich hatte Dir ja in Deinem Blog schon geantwortet: Du schaffst das!
Danke für die lieben Worte!
19. Juli 2010 at 07:22
Hm, ich finde es eigentlich immer schöner, wenn der Altersabstand eben nicht so groß ist! Habe ja einige Familien, bei denen teilweise der Altersabstand bei bis zu 5 Jahren liegt und ich habe eher das Gefühl, dass der größere Abstand oft schwierig ist, vor allem bei Eifersucht…
20. Juli 2010 at 08:49
Man weiß es halt nicht vorher. Das Kind, was man zur Welt bringt, kennt man ja bis dahin noch gar nicht, und das zweite erst recht nicht. Wer weiß, wie sich die beiden verstehen werden… ich denke, der Altersunterschied spielt da wirklich die geringste Rolle. Es sind kleine Persönlichkeiten, und ob sie sich mögen und verstehen, liegt in Ihrem Charakter und Aufwachsen begründet. (Das denke ich mir zumindest so.)
19. Juli 2010 at 07:40
[...] die an den guten Nachrichten nun aber gar nicht so gut sind. Versteht mich einer? Ich kam über diesen Blogeintrag von Mairlynd darauf: Was zur Hölle ist so schlimm daran, ein zweites Kind dicht nach dem ersten zu bekommen, [...]
19. Juli 2010 at 07:48
Kinder sind einfach darauf angelegt ganz viel von ihren Eltern zu fordern, alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und möglichst viel Liebe von ihnen zu bekommen. Und das EGAL wie alt sie sind. Vielleicht kann man größeren Kindern leichter erklären, dass sie jetzt eben mal 5 Minuten warten müssen als kleineren.
Die mitleidig blickenden anderen Eltern haben wahrscheinlich diese Zeit im Gedächtnis, als ihre ganz Kleinen keine Geduld aufbrachten und noch nicht mit weniger Aufmerksamkeit als der hundertprozentigen zufrieden waren. ABER sie haben es auch NIE probiert!
Kinder merken einfach, ob sie das was sie gerade fordern wirklich bekommen können, oder ob es einfach nicht geht, weil die Situation es nicht zulässt. Bei Verweigerungen der Aufmerksamkeit aus erzieherischen Gründen (“Du kannst nicht immer alles bekommen, was du gerade willst.”) werden sie doch genau deshalb so schnell trotzig. Und wenn ein Kleinkind dann mal fix in den Kinderwagen muss, weil es über die große gefährliche Straße geht und die Eltern genau diese Konsequenz auch in ihr Handeln legen, dann gibt es viel weniger Theater.
Hach, sorry für dieses Erziehungsblabla… ich meine nur: freu dich auf dein Baby, es wird ganz wunderwunderwundervoll, denn du hast genug Kraft für zwei, wächst an deinen Aufgaben und deine Kinder werden tolle Geschwister. Einfach weil du dir so sicher bist, das zu wollen und weil da so viel Liebe in deinen Worten ist.
♥
20. Juli 2010 at 09:06
Ich weiss, was Du meinst. Aber ich mache mir ehrlich gesagt gar keine Sorgen, ob ich beiden Kindern gerecht werden kann oder nicht. Ich denke, das wird sich alles finden, wir lassen es auf uns zu kommen.
Und ich denke, dass viel von dem ganzen Stress und der ganzen Anstrengung, vor der ich gewarnt werde, hausgemacht ist. Ich kenne beispielsweise eine Mutter, die größtenteils mit ihren Kindern am schimpfen ist. Kaum ein nettes Wort, immer nur “Hör damit auf”, “Lass das!” und so weiter. Sie ist unheimlich ausgelaugt, gestresst, genervt. Kein Wunder, denke ich mir… so schlimm sind die Dinge, die ihre Kinder anstellen, überhaupt nicht. Aber ihr Blickwinkel ist ein ganz anderer.
Danke fürs Aufmuntern – ich freue mich wirklich sehr auf diese neue, aufregende Zeit und bin nach wie vor optimistisch.
19. Juli 2010 at 09:27
1. Muss das ja wohl jeder selber wissen, welchen Altersabstand er gut findet. Und daher nimm dir nicht zu Herzen, was andere sagen oder denken!!! Es ist sowieso schnell mal eine Bemerkung gemacht und wenn man nachhakt, “war es nicht so gemeint”…
2. Kommen die Kinder so wie sie wollen und lassen sich nicht (immer) so planen wie es vielleicht “perfekt” wäre.
Ich kann dich verstehen, mir wäre ein kurzer Abstand = unter zwei Jahren auch sehr recht. Mal sehen…
20. Juli 2010 at 09:08
Nachhaken tu ich meist gar nicht. Ich bin da eher der Typ, der es hinnimmt und Konflikten aus dem Weg geht. Meist fahr ich ganz gut damit, nur manchmal frisst es einen halt richtig an. Aber im Prinzip schüttel ich den Ärger ab, ehe er wirklich böse wird.
Da bin ich ja gespannt, wie es bei Dir weitergeht!
19. Juli 2010 at 10:14
puuuuu!

mir gefällt so etwas auch nicht. dieses von oben herab. obwohl man als eltern/mütter doch in einem boot sitzt. es kommt doch immer individuell drauf an, was einem gut tut und wie man es mit der kinderplanung macht. wir haben den abstand alle 2 jahre, und DER abstand ist auch nicht immer zuckerschlecken
egal wie, es kommt immer auf die persönliche situation an. manchmal ist es mit 5 kindern leichter als mit einem. und manchmal genau umgekehrt. und manche kommen mit babys nicht gut klar, manche nicht mit großen kindern.
was dabei immer vergessen wird: wo ist die freude an der sache? die sicht auf das persönliche glück eines menschen?
bei nr. 3 hat auch keiner mehr blumen vor die tür gestellt. blöde kommentare an der tagesordnung. ich weiß, wie sich das anfühlt. hat uns nie davon abgehalten, trotzdem unsere brut über alles zu lieben
was scheren mich die anderen, die solche kommentare doch eh immer vorschieben, anstatt ehrlich zu antworten, dass sie einen bewundern, oder ihre hilfe anzubieten, wenn es soweit ist.
aber nein, es muss immer erst geätzt werden.
behalte dir deine freude! da werden die neider ganz schnell schweigen…
lg eva
20. Juli 2010 at 09:47
Danke für den Zuspruch!
Die Freude geht mir gar nicht verloren. Aber ich denke mittlerweile auch, dass es sich gar nicht lohnt, sich auf eine Diskussion einzulassen. Am Ende steht man irgendwie da und rechtfertigt sich – wofür eigentlich?
Du hast sicher recht – für manche ist es mit fünf Kindern einfach, andere verzweifeln schon an einem. Man weiß halt nicht, was einen erwartet… aber ich bin optimistisch!
19. Juli 2010 at 11:40
Dieser Artikel könnte doch glatt von mir sein…
19. Juli 2010 at 13:23
Oh, ich erinnere mich sehr gut an solche Situationen ! Meine beiden großen Kinder sind genau zwei Jahre auseinander, was unser Wunschabstand war. Trotzdem kam damals – vor allem von Müttern mit nur einem Kind oder mit einem deutlich größeren Abstand – als Reaktion auf die Schwangerschaft oft genug ein eher entsetztes “Wie, schon wieder ?”.
Ganz “spannend” waren dann die Kommentare bei der dritten Schwangerschaft – damals war meine Große noch nicht ganz fünf, die Mittlere noch nicht ganz drei, ich kam also mit zwei Noch-nicht-Schulkindern und dickem Bauch daher. Irgendwie hat sich fast niemand gefreut, es gab viele blöde Sprüche. Ich habe mir damals angewöhnt, sofort zu erwähnen, dass Kind Nr. 3 pure Absicht war
, so sage ich das auch heute noch.
Damals waren wir vollkommen überzeugt davon, dass wir das schaffen würden. Ich habe im Laufe der Jahre von einigen Frauen gehört, dass sie irgendwann den Wunsch nach noch einem Kind verspürt haben, aber es aus durchaus nachvollziehbaren Gründen nicht verwirklicht haben. Ich vermute, dass viele dieser Bemerkungen aus einem gewissen Neid heraus kommen – diese Menschen hätten vielleicht auch gerne noch mehr Kinder, aber es geht nicht.
Um aber diejenigen, die nach deinem Gefühl nur unken, ein bißchen in Schutz zu nehmen: Meine drei Kinder sind inzwischen relativ groß. Wären die Umstände anders gewesen, vor allem gesundheitlich, hätten wir vielleicht sogar vier oder fünf Kinder, aber unsere Situation passt dafür nicht. Und leider muss ich sagen, dass unsere Gesellschaft einem das Leben mit Kindern oft so schwer macht, dass ich niemandem so ganz von Herzen zu mehr als einem Kind raten würde. Das LEIDER kann ich dabei gar nicht groß genug schreiben.
Aber ihr schafft das , keine Frage !
Alles Gute !
20. Juli 2010 at 09:50
Hallo Sylvia,
danke für den lieben Kommentar!
Da hast Du Dir sicher auch einiges anhören müssen, das glaub ich gerne. Aber Du hattest ja den Optimismus, die Überzeugung, dem ganzen gewachsen zu sein und das alles vor allem auch wirklich zu wollen, oder?
Bedauerst Du es heute, dass es bei “nur” dreien geblieben ist? (Wobei Du, soweit ist das hier in aller Kürzer herauslesen kann, eigentlich sehr zufrieden klingst.)
20. Juli 2010 at 12:19
Hallo Mairlynd,
“Aber Du hattest ja den Optimismus, die Überzeugung, dem ganzen gewachsen zu sein und das alles vor allem auch wirklich zu wollen, oder?”
Ja, das hatte ich, und ich denke, wenn dies vorhanden ist, schafft man, was man möchte.
Ich bedauere nicht, dass es nicht zu Kind Nr. 4 oder gar Nr. 5 gekommen ist. Das liegt aber sicher auch daran, dass bei uns die Kinder “Sonderausstattungen” mitgebracht haben, die uns mehr als auslasten *seufz*. Mein Mann trauert mehr, obwohl er natürlich absolut einsieht, dass mehr Kinder für uns nicht möglich sind, bzw. das Risiko viel zu groß.
Inzwischen sind meine Kinder zwischen 10 und 15, die Pubertät hat unsere Familie im Griff, da ist dann ein Baby gar kein Thema mehr – höchstens im Sinne der Aufklärung der eigenen Töchter mit der Bitte, uns nicht frühzeitig zu Großeltern zu machen
19. Juli 2010 at 15:40
das bringt mich zum Schmunzeln, mach dir nix draus…alles Pessimisten….die haben ihre Kids wahrscheinlich nur wegen der finanziellen Unterstützung vom Staat. Ich kann nur sagen, dass meine Schwester 9 Jahre jünger ist und ich überhaupt keinen Draht zu ihr habe, sie ist mir immer nur auf die Nerven gegangen. Mein zweiter Sohn kam 11 Monate nach meinem ersten Sohn, sie sind wie Zwillinge und doch verschieden, wohnen heute zusammen in einem Haus, sind mittlerweile 24 und 23 und einmal im JAhr sind sie gleich alt…grins…ich fand das schön, ja es gab Eifersucht, aber die gibt es doch immer mal in bestimmten Phasen, da kommt es doch drauf an, wie man als Mutter reagiert. Meine Tochter kam dann zwei Jahre nach meinem zweiten Sohn, alle drei waren immer unzertrennlich und sind es heute noch, sie wollten nie ein eigenes Zimmer, sie hatten eins, aber sie gingen zum schlafen alle drei in ein und dasselbe, ich hab es nicht mal geschafft meine Tochter in der Pubertät davon zu überzeugen getrennt von ihren Brüdern zu sein. Das freut mich so, denn das wichtigste war für mich, dass die Kinder sich lieben, sie müssen sich ja später mal allein unterstützen, füreinander dasein, von Ehepartnern kann man das unter Umständen nicht erwarten, von seinem Geschwisterkind schon….
sei lieb gegrüßt
Tina
20. Juli 2010 at 09:53
Ach ist das süß mit Deinen Dreien! Das ist klasse, dass ihr Verhältnis damals schon so toll war und es vor allem auch heute noch ist. Richtig beneidenswert.
Meine beiden Geschwister wohnen zwar in derselben Stadt wie ich, aber das war es auch leider schon mit den Gemeinsamkeiten.
Man kann halt nicht sagen: Hey, Ihr seid Geschwister, Ihr müsst auch automatisch gut verstehen! In unserem Fall sind wir alle zu Menschen geworden, die so komplett unterschiedlich sind, dass sie sich leider nicht mehr viel zu sagen haben. Ich bedaure das sehr, kann es aber auch nicht ändern. Am Altersabstand jedenfalls liegen die Unstimmigkeiten nicht.
Es gibt Dir als Mutter sich ein unheimlich gutes Gefühl, auf Deine drei Kinder zu sehen und zu wissen, wie gut sie miteinander umgehen. Ich wünsche mir das für mich selbst und meine Kinder auch einmal.
19. Juli 2010 at 18:16
Unsere Kinder sind knapp 20 Monate auseinander. Ich bin damals zum Glück nicht auf negative Kommentare gestoßen, aber vielleicht lag das auch daran, daß unsere Tochter sowieso immer älter geschätzt wurde als sie war …
Nun beim dritten Kind ist der Abstand viel größer geworden als gewollt (ich hätte dieses Mal lieber 2,5 Jahre Abstand gehabt), ist aber auch ok so. Dafür kommen jetzt Kommentare von wegen “Ihr seid ja verrückt !” oder “Das würde ich mich ja nie trauen !”. Ich empfinde meine Kinder nach wie vor nicht als Belastung, eher als Bereicherung, und ich denke, das wird sich auch mit drei Kindern nicht ändern.
Eines muß ich aber sagen. Ich hätte nie gedacht, daß ein so kurzer Abstand so stressig werden würde. Die ersten 8 Monate mit zwei Kindern waren die Hölle, ich habe nur noch überlebt. Hängt aber sicher auch von den Kindern ab. Meine Tochter war mehr als eifersüchtig, mein Sohn hat das gesamte erste Jahr nachts nicht geschlafen, die Hölle …
Jetzt ist es jedoch wunderschön, die beiden sind unzertrennlich und ich muß mich kaum mehr um sie kümmern
20. Juli 2010 at 09:56
Ach, vermutlich hast Du recht und dumme Sprüche bekommt man einfach immer wieder, ganz egal zu welchem Thema jetzt.
Es ist schade, dass Eure ersten acht Monate so anstrengend für Dich waren! Aber umso mehr freust Du Dich jetzt sicher, dass alles so entspannt abläuft und sich Deine Kleinen so gut verstehen.
Ich drücke die Daumen, dass es nun beim Dritten besser läuft!
19. Juli 2010 at 18:35
Ich kann auch gut verstehen, dass es weh tut, wenn so unbedachte Kommentare kommen. Als Kind2 unterwegs war, meinte eine Frau auch, ich würde schon noch merken, wie laut und anstrengende es sein würde mit zweien (sie hatte auch 2), anstatt mit zu gratulieren, oder zu fragen, wie es mir ginge… das fand ich auch ziemlich niederschmetternd und irgendwie erdrückend. Dieses Schreckensszenarion-Malen halte ich nicht wirklich für eine feine Sache- man kann so was für sich denken, aber aussprechen ist was anderes und nicht sehr sensibel.
Trotzdem kann ich es irgendwie verstehen. Wenn junge Menschen ohne Kind zB. schon von ihrer Grossfamilie schwärmen, dann juckt es mich auch irgendwie. Weil es mir selber oft so ging und geht, dass ich mich auf Ideen fixiert habe und Zukunftsbilder malte, wie es mal sein würde mit einer Familie (oder noch öfters “wie genau nicht”- “Also SO machen wir das dann bestimmt nicht!”, *lach*). Und es dann doch ganz anders kam. Vielleicht ist es die Sicherheit, mit der manche Menschen von ihrer Zukunft sprechen, die mich stupft? Obwohl gerade bei Kindern wirklich jedes Kind ein unberechenbarer Faktor bleibt, weil wir nie wissen, wie es sein wird, gesund, wild, anschmiegsam und sanft, anspruchsvoll etc. Und weil wir nie wissen können, wie wir uns verändern durch unsere erweiterte Rolle, obwohl einzig die Veränderung im Prinzip sicher ist… Ich bin die Älteste von 8 Kindern. Das Thema Grossfamilie war und ist ein Riesenthema für mich, und ich konnte viel hautnah erleben, weil ich als Tochter wirklich extrem eng mit meiner Mama zusammen gearbeitet habe in der Kinderbetreuung- und Erziehung (zB. schlief ich bis ich mit 18 auszog immer mit irgendeinem kleinen Kind im Bett, zeitweise auch mit einem Säugling,dem ich die Flasche gab, wenn Mama nachts Nachtwache hatte…)
Wenn sich aber jemand so freut auf sein Baby (wie du) ist das wunderschön, finde ich, und diese Freude würde ich niemals trüben wollen mit einem dummen Kommentar. Und Altersabstands-Regeln? Auf die pfeif ich wirklich selber! Meine Kinder sind so weit auseinander geboren (4 Jahre und 3 Jahre), obwohl ich selber viel lieber nach 6 Monaten wieder schwanger gewesen wäre, und ich konnte das Drängen mancher Menschen wirklich nicht mehr hören, ENDLICH ein Geschwisterchen anzuschaffen… Der Abstand macht die Beziehung nur sehr bedingt aus, die zwei Kinder miteinander haben und ist für mich total Nebensache.
Ach ja, nur noch kurz: Ich liebäugle übrigens auch mit 5en. Aber mal sehen.
20. Juli 2010 at 10:07
Ehrlich? Ooh Bora, das wäre ja etwas! Da sehe ich uns zwei schon als Omas da sitzen, umringt von einer riesigen Schar Enkel.
Aber im Ernst: Der Wunsch nach Fünfen ist bei mir derzeit da, ganz stark, aber ich weiss selbst, dass man eines nach dem anderen bekommt. Wenn wir unterwegs merken, dass es irgendwie doch nicht passt, dann werden wir nicht so stur sein, es auf Biegen und Brechen aber durchsetzen zu wollen. Es ist ein Wunsch, ein Traum – kein festes Vorhaben. Wie Du schreibst – mal sehen!
Deine ersten achtzehn Jahre waren ja sicher auch sehr aufregend! So früh hattest Du schon so viel Verantwortung… hast Du das als negativ empfunden? Ich höre nämlich oft, dass bei vielen Kindern die Größeren halt richtig mitarbeiten müssten und dass das doch eine große Last für sie wäre. Ich selbst habe es aber in meiner Kindheit nicht so empfunden. Meine Mutter musste nachts arbeiten, und so musste ich als Grundschülerin meinen kleinen Bruder fertig machen und anschließend noch meine Schwester in den Kindergarten bringen, ehe ich selbst zur Schule ging. Aber für mich war das ganz normal – keine Last, keine Anstrengung.
Ob das für Milena einmal anders wäre? Eine spannende Frage… aber die Antwort liegt noch so weit in der Zukunft, da kann ich einfach noch nicht spekulieren.
20. Juli 2010 at 06:53
So etwas macht mich traurig und wütend und ich wünsche Dir das Du es abstreichen, besser abtropfen und nicht an Dich heran kommen lassen kannst. Jeder mag doch bitte das Leben leben, was er sich wünscht und wenn soviel Herzenswunsch dadarin liegt wie bei Euch, dann ist es genau der richtige Abstand und dann wird es genau die richtige Anzahl Kinder werden.
Argh, Neid, ich glaube es ist Neid und Missgunst der da ganz oft durchkommt und manchmal, manchmal vielleicht wirklich eine nur lieb gemeinte Sorge die eben verdammt schlecht vorgetragen wird.
Hör weiter auf Dein Herz!
20. Juli 2010 at 09:58
Das mach ich, danke Du Liebe!
Du hast sicher recht – manchmal ist es auch einfach Sorge, die man in den falschen Hals bekommt. Es macht mich auch in der Regel nicht fertig, es trübt meine Freude nicht. An manchen Tagen bin ich aber wohl einfach etwas dünnhäutig und dann ziehen mich solche Sprüche runter.
Alles Liebe Dir und gute Besserung Deinem Oberschenkel! (Ich wollte Dir noch gemailt haben… man kommt zu nix!)
20. Juli 2010 at 07:26
wenn es menschen sind, auf die du/ihr verzichten könnte, würde ich eine ehrliche und für das gegenüber vllt eher unschöne rückantwort geben
vieles was du schreibst, erinnert mich an die vielen, vielen unschönen blicke, als ich mit meinem kugelbauch draussen unterwegs war …
*drück dich*
ihr wuppt das! jedes kind ist anders und muss nicht so nervtötend sein, wie die kinder von den o.g.
alles liebe
20. Juli 2010 at 09:59
Danke, Du Liebe, fürs Aufmuntern!
Ich reagiere normalerweise nicht mit einem Spruch zurück. Irgendwie bin ich dazu zu höflich… ich weiss auch nicht. Ich will niemanden verletzen und gehe selten auf Konfrontation. Und meist macht es mir ja auch gar nichts aus, da schüttle ich es einfach ab. Nur manchmal halt – dann nervt es!
Ich denke auch, dass wir das wuppen werden.
21. Juli 2010 at 12:43
ich versuche mir grade das höflich sein abzugewöhnen … grade bei denen, die mir ungefragt was aufs auge/ohr drücken wollen … ich hab schliesslich nicht drum gebeten, dann müssen die halrt auch schaun, wie sie mit meiner antwort klar kommen … reizthema³
20. Juli 2010 at 22:27
Die magische Grenze sind 3. Dann setzt sowieso jeder voraus dass Du süchtig bist und weiter Kinder bekommst und niemand macht mehr irgendeinen Kommentar ausser vielleicht wann das nächste kommt – oder – wie bei mir – dass jetzt wieder ein Junge dran wäre… *seufz*
Und den richtigen Abstand gibts eh nicht, ich habe 6,5J und 28Monate und fand beides auf unterschiedliche Art schwierig und schön. Obwohl ich so im Nachhinein eher zum kleineren Abstand tendiere
23. Juli 2010 at 19:10
Uiuiui, ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, deswegen antworte ich jetzt einfach mal so
Ich finde es auch immer unmöglich, diese Kommentare anderer Leute, die es “ja nur gut” mit einem meinen…
Ich habe mich jetzt schon mit so vielen Mamas unterhalten über Altersabstände. Und wir sind alle Übereingekommen: Jeder sollte doch selber wissen was für einen gut ist! Denn was für den einen besser ist ist für den anderen mal garnix.
Hätte bei uns alles so geklappt wie wir es “geplant” haben wäre zwischen den Kindern jeweils ein unterschied von anderthalb Jahren. Hat nicht geklappt, jetzt haben wir 2,5 und 3 Jahre- bzw zwischen dem ältesten und dem jüngsten 5 1/2 Jahre. Ob das gut oder schlecht ist weiß ich nicht, aber es ist so, und Basta
Super war auch die Reaktion meiner Nachbarin- eine Nachbarin, die ich sowieso nicht mag: Als mein Sohn ihr gesagt hat, dass die Mama wieder ein Kind bekommt sagte sie nur: ach, sie arme!!!!!!! kommen ja NIE aus den Kindern raus!!!
Ich war echt sprachlos, dann hab ich mal vorsichtig erwähnt, dass man ja nicht einfach so Kinder erwartet, dass man die durchaus auch WOLLEN kann- sie hat mir aber nicht zugehört. Hätte mich auch gewundert…
Gut dass du dich von den anderen nicht verunsichern lässt, es ist schließlich Dein Leben, und Du entscheidest, was Dich Glücklich macht!
Auch Basta
Liebe Grüße
Katha
(P.s.: wieder aus dem KH zurück
)
28. Juli 2010 at 15:45
Süsse, mach dir bitte keine Sorgen und lass dich nicht runterziehen von solchen Bemerkungen! Nach all dem was ich hier lese, bist du eine fantastische Mutter und auch mit 2 Kindern wirst du eine fantastische Mutter sein! Und deine Kinder verstehen sich bestimmt prächtig… ich finds toll, dass sie altersmässig nah beieinander sind, so werden sie viel viel mehr gemeinsam haben…
du schaffst das!!
28. Juli 2010 at 18:18
Oh, was für ein unheimlich lieber Kommentar! Ich freue mich sehr darüber, wirklich. Danke für die schönen Worte.
Ich mache mir eigentlich gar keine Sorgen. Ich spüre, dass das für uns so genau richtig ist im Moment. Es ist nur wie ich schrieb – manchmal betrübt einen so eine Wand aus Skepsis und man schüttelt es nicht so leicht ab wie üblich. Umso mehr freuen dann Worte wie Deine!
4. August 2010 at 09:39
Über Patricia bin ich zu Dir gekommen, habe mir deinen Eintrag durchgelesen und wollte auch was dazu senfen
Ich habe mittlerweile 5 Kinder, im Alter von fast 18 bis 5, die ersten drei haben einen Gesamtaltersunterschied von 3,5 Jahren, soll heissen Kind1 ist 18 Monate älter als Kind zwei und Kind zwei ist zwei Jahre älter als Kind 3, dann pause und Kind 4 & 5 haben zwei Jahre altersunterschied.
Als ich damals glücklich und stolz Kind 3 trug, konnten wir uns ständig irgendwelche “gut” gemeinten Ratschläge anhören und unter anderem ein meist belehrendes ” nu ist aber gut”.
In keinem Bereich erlauben sich fremde und bekannte Menschen solche Grenzüberschreitungen wie beim Thema Nachwuchs.
Ich bin mittlerweile zum Entschluß gekommen, das Menschen dumme Sachen aus Neid sagen, weil sie sich selber nie trauen würden einen knappen Altersunterschied zu wuppen, weil es unglaublich viel Arbeit ist, weil es einen fertig macht. Der Neid lässt Menschen Dinge, schlechtreden, weil sie sie selber so nicht haben können, warum auch immer.
Wie Eva es schrieb, beim dritten Kind gibts keine Blumensträuße mehr , kaum Besuche im Wochenbett, erstrecht keine kleinen Geschenke fürs Baby, man hat ja schließlich schon für zwei Kinder Geschenke gekauft ( schon als Begründung gehört!)
Meine Schwiegereltern stellen mit der Geburt des Dritten Kindes jedwede Hilfsleistungen ein, plötzlich durften die zwei “großen” nicht mehr bei Oma übernachten und sie nahm sie auch tagsüber nicht mehr so häufig zu sich wie vorher, wir hatten für die Geburt des dritten Kindes zu büßen!
Von meiner Schwiegermutter wusste ich, da sie gerne damals mehr Kinder als nur ihre zwei Söhne gehabt hätte, es ihr aber versagt blieb ( warum auch immer..) also sowas wie eine Neidrache aktion.
Erst als meine damals noch arbeitende Mutter, die Kinder alle drei für eine Woche zu sich nahm, konnten die um die Ecke wohnenden Schwiegereltern uns plötzlich wieder helfen.
Lange Rede kurzer Sinn, ich denke, das diese Seitenhiebe anderer Menschen meist Neidgesteuert sind, also belächeln und nicht rechtfertigen wollen
Liebe Grüsse
Sabine
4. August 2010 at 10:52
Hallo liebe Sabine,
danke für Deinen Kommentar! Ich freue mich besonders darüber, weil Du jemand bist, der aus Erfahrung zu wissen scheint, wovon er spricht.
Weisst Du, ich brauche eigentlich keine Glückwünsche, keinen Blumensträuße oder Wochenbettbesuch. Genausowenig allerdings eben auch hochgezogene Augenbrauen und solch schwarzmalerischen Kommentare.
Und Du hast recht: Es gibt kaum einen anderen – sehr privaten! – Bereich, in dem so viele Leute meinen mitreden zu müssen wie die Familienplanung.
Meist macht es mir nichts aus, nur manchmal halt… *schulterzuck*
Zum Glück habe ich aber Schwiegereltern und eine Mutter, die sich in der Richtung sehr zurückhalten. Ich glaube zwar, dass die Vorstellung von fünf Enkeln sie nicht gerade fasziniert, aber sie würden uns nie hereinreden – das ist ja schonmal unheimlich viel wert!
Und ob es aus Neid geschieht… wer weiß? Vielleicht nicht immer direkt aus dem Grund, dass die eigene Familienplanung unerfüllt blieb, aber sicher aus irgendeinem Gefühl der Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben heraus. Glückliche Menschen neigen eigentlich nicht zu solchen Kommentaren, finde ich.
Alles Liebe Dir, wir werden uns sicher wieder lesen! (Ich kannte Dein Blog bislang nicht, aber ich werde sicher öfter reinschauen.)